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Corona-Demos

Über 3000 Personen in Rapperswil-Jona auf der Strasse

16. Oktober 2021, 19:31 Uhr
In mehreren Schweizer Städten haben am Samstag erneut ein paar Tausend Menschen gegen die Corona-Massnahmen protestiert. In Rapperswil-Jona kamen rund 3000 Gegnerinnen und Gegner der Corona-Massnahmen zusammen.
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Quelle: CH Media Video Unit / Katja Jeggli

Die Teilnehmenden der bewilligten Kundgebungen protestierten gegen die Massnahmen von Bund und Kantonen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie. Gemäss Angaben der Polizeien kam es zu keinen grösseren Zwischenfällen.

3000 Protestierende in Rapperswil-Jona

Zur grössten Kundgebung versammelten sich am oberen Ende des Zürichsees rund 3000 Menschen. Die Schätzung stammt von der St.Galler Kantonspolizei. Organisiert worden war der Anlass vom Aktionsbündnis Urkantone. Probleme habe es nicht gegeben, sagte ein Polizeisprecher gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Die Veranstaltung begann mit einem langen Demonstrationszug. Danach folgten Reden auf einem Parkplatz beim Eishockeystadion. Die Kundgebung dauerte bis am Abend.

Zuerst Rempeleien, dann friedlich: Umzug in Baden 

In Baden nahmen schätzungsweise 1500 Personen an der laut der Aargauer Kantonspolizei friedlichen Kundgebung teil, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vor Ort feststellte. Gleich zu Beginn gab es zwar Rempeleien zwischen den Kundgebungsteilnehmern und einer Handvoll Gegendemonstranten.

Die Hitzköpfe auf beiden Seiten konnten von Polizei und Zuschauern beruhigt werden. An der Kundgebung dabei waren auch die sogenannten «Freiheitstrychler». Die Mehrheit der Teilnehmenden der Kundgebung trug keine Maske. Ein 28-jähriger Teilnehmer wurde laut Polizei angehalten, überprüft und weggewiesen.

In Lausanne begann am Nachmittag ebenfalls eine bewilligte Kundgebung. Diese richtete sich gegen den seit dem 13. September vorgeschriebenen Einsatz des Covid-Zertifikats etwa in Restaurants, Bars und Sportstätten.

Gegenkundgebung in Bern

In Bern dagegen demonstrierten mehrere hundert Menschen für Solidarität und kritisierten die Massnahmen-Gegner scharf. Zur Demonstration aufgerufen hatte das neugegründete «Solidarische Bündnis Bern», das in den nächsten Wochen aktiv bleiben will.

Das linke Bündnis wollte ein Zeichen setzen gegen die aus seiner Sicht rechtsextrem geprägten Demonstrationen und Aktivitäten der letzten Monate. Die Linke müsse eine eigene Antwort finden auf die aktuellen Massnahmen, die sowohl der pandemischen Lage Rechnung trügen als auch staats- und gesellschaftskritisch sein könnten.

Quelle: sda
veröffentlicht: 16. Oktober 2021 16:55
aktualisiert: 16. Oktober 2021 19:31