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Schweiz

Wandern, Velofahren oder Joggen: Sport liegt im Trend

28. April 2021, 16:35 Uhr
Joggen gehört zu den beliebtesten Sportarten in der Schweiz.
© gettyimages
Die Schweizer Bevölkerung macht mehr Sport. Woher der Sportboom kommt und was die Bevölkerung am liebsten unternimmt, hat eine Studie des Bundesamts für Sport festgehalten.

Saftige grüne Wiesen, blaue Bergseen und frische Luft: In der Natur, da fühlen sich die Leute in der Schweiz am wohlsten. Seit zwanzig Jahren stehen Wandern, Velofahren, Schwimmen, Skifahren und Joggen an der Spitze der beliebtesten Sportarten. Aber nicht nur das Wandern und Co. haben in den vergangenen paar Jahren weiter an Beliebtheit gewonnen, auch Yoga und Fitness boomen.

Sportaktivitäten steigen seit 20 Jahren an

So haben 56,9 Prozent der Befragten gesagt, dass sie regelmässig Wandern gehen. Das sind 12,6 Prozent mehr als noch vor sechs Jahren. Zu den grossen Gewinnern der letzten sechs Jahren gehören neben dem Wandern auch das Krafttraining, Yoga und Tanzen. 2008 hatten 14 Prozent der Bevölkerung ein Fitness-Abo, 2014 waren es 16 Prozent und 2020 bereits 19 Prozent. Insgesamt sind mehr als 40 Sportarten aufgelistet.

Beliebteste Sportarten
© Grafik/Schweizer Sportobservatorium

Seit der ersten Studie vor 20 Jahren steigt die Sportaktivität kontinuierlich an. Nur schon in den letzten sechs Jahren ist der Anteil der Bevölkerung, der mehrmals pro Woche Sport treibt und dabei auf mindestens drei Stunden Sport kommt, von 44 auf 51 Prozent angestiegen. Der Anteil an Leuten, die sich als Nichtsportlerinnen oder Nichtsportler bezeichnen, ist gesunken.

Sportverständnis hat sich verändert

Wieso die Unterschiede so markant sind, weiss Markus Lamprecht, Co-Autor der Studie und Sportsoziologe. Das Sportverständnis der Schweizer habe sich verändert. Lamprecht sagt gegenüber dem «Tagesanzeiger»: «Früher zählte sich ein Wanderer nicht zur Sportlergruppe – heute schon.» Er nennt ein weiteres Beispiel: «Wer früher mit dem Rad zum Bahnhof fuhr, zählte diese Aktivität zur Alltagsbewegung. Heute ist für viele das Velofahren zum Bahnhof schon Alltagssport.»

Ein weiterer Grund für die Zunahme der Sportaktivitäten ist, dass Frauen heute praktisch gleich viel Sport treiben wie Männer. Dies war vor 20 Jahren noch anders. 2000 gaben 32 Prozent der weiblichen Befragten an, mehrmals die Woche Sport zu treiben. Heute ist es bei Frauen und Männern rund die Hälfte, die wöchentlich drei Stunden oder mehr sportlich aktiv ist.

Was gleich geblieben ist, sind die Hauptgründe, weshalb Menschen Sport treiben. Um gesund und fit zu bleiben. Auch die Freude, das Naturerlebnis und der Stressabbau werden genannt.

Wichtigkeit verschiedener Sportmotive
© Grafik/Schweizer Sportobservatorium

Schweiz gehört zu den sportlichsten Ländern

Gemeinsam mit Dänemark, Schweden und Finnland gehört die Schweiz zu den sportlichsten Ländern Europas. In Bezug auf die Nichtsportlerinnen und Nichtsportler ist sie in der Spitzengruppe. Bezogen auf den Anteil der Personen, die mindestens einmal pro Woche Sport treiben, konnte die Schweiz Schweden überholen und liegt jetzt sogar an der Spitze aller untersuchten Länder.

Ländervergleich
© Grafik/Schweizer Sportobservatorium

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 29. April 2021 05:46
aktualisiert: 28. April 2021 16:35