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Diplomatie

Wiederaufnahme hochrangiger persönlicher Kontakte mit Rumänien

9. September 2021, 14:34 Uhr
Der rumänische Präsident Klaus Iohannis ist am Donnerstag bei einem offiziellen Besuch in der Schweiz mit Bundespräsident Guy Parmelin zusammengetroffen. An dem Treffen nahmen auch der rumänische Aussenminister Bogdan Aurescu und sein Amtskollege Ignazio Cassis teil.
Empfang mit militärischen Ehren und Schutzmasken: Bundespräsident Guy Parmelin mit dem rumänischen Präsidenten Klaus Iohnannis (rechts) im Landgut Lohn bei Bern.
© KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

Das Treffen im Landgut Lohn bei Bern stand im Zeichen der Wirtschafts- und Wissenschaftskooperation, der Europapolitik sowie von Fragen der internationalen Sicherheit, wie Parmelins Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung mitteilte.

Beide Seiten erinnerten an die Qualität der Beziehungen vor der Covid-19-Pandemie, welche mit gegenseitigen Besuchen auf höchster Ebene gepflegt wurden. Bei Bildung, Forschung und Innovation gibt es den Angaben zufolge ebenfalls zahlreiche Kooperationen. Am Donnerstag erörterten die Delegationen, wie die Beziehungen vertieft werden können.

Parmelin erklärte, die Teilnahme am EU-Forschungsprogramm Horizon habe für die Schweiz hohe Priorität. Sie wäre die beste Voraussetzung für die weitere bilaterale Forschungszusammenarbeit mit Rumänien. Von Interesse ist für die Schweiz besonders die Cybersicherheit, wo die EU ihr Forschungszentrum in Bukarest ansiedelt.

In der Europapolitik sprachen die Präsidenten und die beiden Aussenminister über aktuelle Weichenstellungen. Die Schweizer Seite wiederholte, sie bleibe eine zuverlässige Partnerin der EU. Der Bundesrat bemühe sich um eine rasche Freigabe der Kohäsionsmilliarde.

Im Hinblick auf Afghanistan sprachen sich Parmelin und Cassis für eine enge Koordination der Hilfe aus. Erwähnt wurde auch der Bedarf an einem fairen und krisensicheren Asylsystem in Europa. Im weiteren besprachen die beiden Delegationen die Lage in Osteuropa und dabei besonders die Entwicklungen in Moldawien und in der Ukraine sowie die Beziehungen zu Russland.

Quelle: sda
veröffentlicht: 9. September 2021 13:45
aktualisiert: 9. September 2021 14:34