Zürich wieder Hauptstadt der elektronischen Musik

10. August 2019, 08:41 Uhr
Wenn es kein Durchkommen mehr gibt und in Zürich Menschenmassen auf der Strasse tanzen, dann ist es wieder einmal so weit: An diesem Samstag rollen die Love Mobiles der Street Parade rund ums Seebecken und die Techno-Fans feiern bis zum Morgengrauen.

Auch die 28. Ausgabe der Street Parade, die unter dem Motto «Colours of Unity» steht, soll wieder eine Demonstration für Liebe, Frieden, Freiheit und Toleranz sein. Am Morgen laufen noch die letzten Vorbereitungen, bevor dann ab 13 Uhr die Lautsprecher auf den acht Bühnen aufgedreht werden.

Auf der Bühne am Bürkliplatz spielen internationale Headliner. Doch auch die Fans von Schweizer DJs kommen auf ihre Kosten, etwa auf der Clubbing Stage am Kongresshaus.

Um 14 Uhr gehen dann die ersten der 30 bunt dekorierten und mit lautstarken Musikanlagen ausgestatteten Love Mobiles an den Start. Die Umzugsroute ist 2 Kilometer lang und erstreckt sich vom Utoquai im Zürcher Seefeld über das Bellevue, die Quaibrücke und den Bürkliplatz bis zum Hafendamm Enge. Dort wird der letzte der Trucks etwa um 22 Uhr erwartet.

Gespielt werden sämtliche Stilrichtungen elektronischer Musik. Ausserdem versprechen die Veranstalter «revolutionäre Neuheiten» im Bereich Dance, Graphik sowie digitaler Kunst. Insgesamt sind auf den Bühnen und Love Mobiles über 200 Künstlerinnen und Künstler beteiligt. Alles DJs spielen wiederum ohne Gage.

Keine Glasflaschen, keine Flip-Flops

Für Sicherheit und einen reibungslosen Ablauf sorgen rund 2500 Angestellte sowie Helfer vom Reinigungspersonal über Sanitäter bis zu Polizisten. Hilfe finden Besucherinnen und Besucher in mehreren Sanitätsstationen. Viele Notfälle lassen sich allerdings vermeiden.

Die Veranstalter raten dazu, Ohrpfropfen zu nutzen, genügend Wasser zu trinken und sich beim Alkohol zurückzuhalten. Ausserdem sollten Besucherinnen und Besucher nicht auf Ampeln, Bäume, Wartehäuschen und Baugerüste klettern.

Die meisten Sanitätsfälle können durch geeignetes Schuhwerk vermieden werden. Wer mit Sandalen, Flip-Flops oder Stoffschuhen unterwegs ist, riskiert Schnittwunden. Besucher sollten daher auch keine Glasflaschen wegwerfen oder besser noch, gar nicht mitbringen.

100 Extra- und Nachtzüge

Auch für den öffentlichen Verkehr ist die Street Parade ein Grossereignis. Die SBB stellen über 100 Extra- und Nachtzüge zur Verfügung und in den Bahnhöfen sind mehr als 70 Kundenbetreuerinnen und -betreuer im Einsatz.

Wie viele Besucherinnen und Besucher das Spektakel nach Zürich lockt, hängt stark vom Wetter ab, das in diesem Jahr etwas durchzogen sein könnte. Sicher ist, dass es wieder mehrere hunderttausend sein werden. Und mit dem Ende des Street-Parade-Umzug ist noch lange nicht Schluss: Auf unzähligen Partys geht das Feiern dann erst richtig los.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 10. August 2019 08:00
aktualisiert: 10. August 2019 08:41