Bittere Niederlage für Federer

14. Juli 2019, 21:29 Uhr
Vielleicht die bitterste Niederlage von Roger Federer: Er verliert den Wimbledon-Final in fünf Sätzen gegen Novak Djokovic
© KEYSTONE/EPA/ANDY RAIN
Es war ein langer, nervenzermürbender Kampf – den Roger Federer nach fünf langen Stunden verliert. In fünf Sätzen und mit drei Tie-Breaks unterliegt er Novak Djokovic und verpasst seinen neunten Titel in Wimbledon.

Rekordsieger Roger Federer verliert den Wimbledon-Final gegen den Titelverteidiger Novak Djokovic nach zwei vergebenen Matchbällen 6:7 (5:7), 6:1, 6:7 (4:7), 6:4, 12:13 (3:7).

Die Weltnummer 1 aus Serbien gewann damit ihren fünften Titel im Rasenmekka und den 16.bei einem Grand-Slam-Turnier insgesamt. Im fünften Satz hatte der Schweizer nach dem Break zum 8:7 zwei Matchbälle bei eigenem Aufschlag, konnte aber keinen nutzen. Stattdessen verlor er dann nach 4:55 Stunden auch das dritte Tiebreak des Tages, das bei 12:12 gemäss neuer Regel zur Anwendung kam.

In den Tiebreaks agierte Federer aber zu fehlerhaft - wie bereits in den beiden zuvor. Erst auf dieses Jahr hin war die Regel eingeführt worden, dass im fünften Satz der Sieger nicht mehr ausgespielt wurde. Wohl zum Leidwesen des Schweizers, denn er war einem Break näher als Djokovic. Bei 11:11 hatte er noch einmal zwei Chancen, und vor allem beim ersten landete ein Rückhand-Passierball knapp neben der Linie.

Federer war in seinem 12. Wimbledon-Final (8 Siege) nicht der schlechtere Spieler. Der 37-jährige Basler nutzte jedoch seine Chancen zu wenig. Sowohl im ersten als auch im dritten Satz, die er jeweils im Tiebreak verlor, hätte er einen anderen Ausgang in den Händen gehabt. Im ersten hatte er bei 2:1 die einzige Breakmöglichkeit des Satzes und führte auch im Tiebreak 5:3, im dritten konnte er bei 5:4 und 30:40 einen Satzball nicht nutzen.

Der 20-fache Grand-Slam-Champion schlug über weite Strecken überragend auf. Während dreieinhalb Sätzen kam der aktuell beste Returnspieler der Welt zu keiner einzigen Breakchance. Erst bei 5:2 im vierten Satz, als Federer bereits mit zwei Breaks führte, musste er zum ersten Mal seinen Service abgeben. Am Ende nützte dies gegen das Stehaufmännchen aber nichts. Er verlor ähnlich unglücklich wie vor elf Jahren gegen Rafael Nadal (7:9 im fünften Satz). Ein Jahr später hatte er dafür gegen Andy Roddick 16:14 im fünften Durchgang gewonnen - Federer dürfte kein Fan der neuen Regel sein.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 14. Juli 2019 07:27
aktualisiert: 14. Juli 2019 21:29