Skeleton

Dank Leidenschaft wieder Richtung Podest

6. Dezember 2019, 10:07 Uhr
Körperlich wieder fit und mit 32 Jahren noch immer topmotiviert: Marina Gilardoni
© KEYSTONE/EPA/RICH LAM
Nach einer perfekten Vorbereitung will Marina Gilardoni, die einzige Schweizer Skeletonfahrerin im Weltcup, nochmals einen Schritt nach vorne machen und an die Erfolge von 2016 anknüpfen.

Mit 32 Jahren braucht es ab und zu einen neuen Kick. Marina Gilardoni fand diesen in diesem Sommer mit einer neuen Athletiktrainerin, die mithelfen soll, die St. Gallerin wieder an die Weltspitze zurückzuführen. Dort war die kaufmännische Angestellte bereits einmal im Winter 2015/16, als sie EM-Bronze und einen 4. Platz an der WM herausfuhr.

Basis war der starke Start der ehemaligen Leichtathletin und Bob-Anschieberin. Wegen verschiedener Verletzungen und Rückenproblemen kämpfte Gilardoni in den letzten Jahren jedoch mehr gegen sich selbst. Nach dem zweiten Sommer in Folge ohne gesundheitliche Rückschläge sollen diese Zeiten vorbei sein.

Die letzte Saison schloss sie mit einem 6. Platz an der WM in Kanada ab. «Nun fühle ich mich wieder in der Lage, mir auch wieder Rangziele zu setzen», zeigt sich die zweifache Olympia-Teilnehmerin sehr zuversichtlich. «Ich möchte gerne noch etwas näher ans Podest, vor allem an der EM und WM.»

Letztere finden Ende Februar in Altenberg statt. Im Gegensatz zu den Bobfahrern nützte Gilardoni deshalb den um eine Woche nach hinten verschobenen Weltcupstart, um auf der technisch anspruchsvollen Bahn in Sachsen zu trainieren. Erst diese Woche reiste sie nach Nordamerika, wo es am Samstag in Lake Placid los geht.

«Die Arbeit mit der neuen Athletiktrainerin war cool und nötig für mich.» Daneben setzt die im Kanton Schwyz wohnhafte Gilardoni auf zwei Neuerungen aus der letzten Saison, den lettischen Nationalcoach Ivo Pakalns und einen Schneider-Schlitten, die sich bewährt hätten. Auch mit 32 Jahren hat sie noch lange nicht genug. «Das Alter ist nur eine Zahl», meint Gilardoni lachend. «Die Leidenschaft für diesen Sport treibt mich an, und ich bin noch nicht da, wo ich gerne wäre.» Die Aussicht, den Anschluss an die Spitze wieder zu schaffen, scheint so gross wie seit vier Jahren nicht mehr.

Quelle: sda
veröffentlicht: 6. Dezember 2019 10:05
aktualisiert: 6. Dezember 2019 10:07