Reiten

Erneuter Triumph für Martin Fuchs auf Clooney

15. Dezember 2019, 19:54 Uhr
Martin Fuchs und Clooney harmonieren perfekt.
© KEYSTONE/EPA TT NEWS AGENCY/BJORN LARSSON ROSVALL
Martin Fuchs ist der neue König von Genf. Der 27-jährige Zürcher gewinnt im Sattel von Clooney den mit 1,2 Millionen Franken dotierten Grand Prix von Genf.

Fuchs und sein Schimmel leisten seit anderthalb Jahren Ausserordentliches: WM-Silber 2018 in Tryon, 2. Rang beim Weltcup-Final in Göteborg, EM-Gold in Rotterdam und nun der erste Sieg an einem Grand Prix der Grand-Slam-Serie bilden die Highlights des Weltklasse-Duos.

Clooney holte in der Palexpo-Halle nach, was er im Sommer 2016 beim Grand-Slam-Event in Aachen noch vermasselt hatte. Damals verweigerte das Pferd auf dem Weg zum Sieg am letzten Hindernis. Diesmal schuf der Wallach eben dort die Differenz. Der Europameister Fuchs war im Stechen bloss um fünf Hundertstel schneller als Scott Brash mit Hello Senator, weil er und Clooney auf der letzten Geraden voll durchzogen und so gleich mehrere Konkurrenten abfingen. «Wir haben alles riskiert», betonte Fuchs.

Der Belgier Jérôme Guery, der spätere Drittklassierte, hatte bereits als dritter Reiter des Stechens mit einem schnellen Nullfehlerritt die Konkurrenz mächtig unter Druck gesetzt. Aber Fuchs liess sich nicht beirren. Der Europameister von Rotterdam 2019 war nochmals um eine halbe Sekunde schneller.

Auch der Weltranglisten-Erste Guerdat, der den Grand Prix von Genf bereits dreimal gewonnen hatte, vergab den Sieg oder zumindest das Podest, weil er das letzte Hindernis nicht derart schwungvoll in Angriff nahm wie sein Kumpel. Im Stechen ritt einzig Pieter Devos mit Espoir schneller als Fuchs. Aber der Belgier ging zu wild auf den Zielsprung los und wurde durch den Abwurf noch auf Platz 8 durchgereicht. 24'000 statt 400'000 Franken steht deshalb auf seinem Scheck.

Neben Fuchs und Guerdat überzeugte auch die Schweizer Nachwuchshoffnung Bryan Balsiger mit Clouzot de Lassus mit dem Einzug ins Stechen. In der Reprise blieb der Sieger des Weltcupspringens von Oslo erneut fehlerfrei und wurde hinter Guerdat Sechster. Balsiger stieg in der Schweizer Hierarchie schon zur Nummer 3 hinter Guerdat und Fuchs auf, die in der Weltrangliste die Positionen 1 und 2 belegen. Womöglich tauschen die beiden im Januar die Plätze.

Der Grand Prix von Genf umfasst zusammen mit 's-Hertogenbosch, Aachen und Calgary den Grand Slam der Springreiter. Die Serie ist durch einen Jackpot verknüpft. Würde Fuchs nun auch bei der nächsten Station in 's-Hertogenbosch triumphieren, käme eine Prämie von einer halben Million Euro hinzu.

Quelle: sda
veröffentlicht: 15. Dezember 2019 19:30
aktualisiert: 15. Dezember 2019 19:54