«Etwas zu feiern haben wir so oder so»

Fabienne Engbers, 3. Juli 2018, 15:05 Uhr
Daniel Sutter fähnt für die Schweiz und für Schweden.
Daniel Sutter fähnt für die Schweiz und für Schweden.
© FM1Today/Lara Abderhalden
Die Herzen der IKEA-Mitarbeiter in der Schweiz schlagen beim heutigen Achtelfinale für zwei Teams. Gilt es aber ernst, entscheiden sie sich für den Patriot in ihnen.

«Wenn man seinen Job mit Herzblut macht, steht man natürlich auch hinter der Heimat der Firma. Wenn es aber hart auf hart kommt, so wie heute, dann sage ich klar ‹Hopp Schwiz›», sagt Daniel Sutter, Leiter von IKEA Food in St.Gallen. Bislang schlug sein Herz nicht nur rot-weiss, sondern auch blau-gelb. Heute entscheidet er sich für die Schweiz, er wäre aber auch nicht allzu traurig, würde Schweden gewinnen.

«Ein tolles Volk»

Daniel Sutter ist begeistert von seinem Arbeitgeber. «Die Mentalität der Schweden leben wir auch bei IKEA, also die Gelassenheit und Freundlichkeit – es ist einfach ein tolles Volk», sagt Sutter. «Midsommar» und «Krebsfischessen» sind Traditionen, die auch im schwedischen Möbelhaus zelebriert werden. Aus diesem Grund hat Daniel Sutter während der WM für Schweden mitgefiebert und war stolz, als sie die Gruppenphase überstanden hatten. «Trotzdem bin ich froh, wenn letztendlich die Schweiz weiterkommt.»

Der eine oder andere wird seine Pause wohl verlängern

Im Mitarbeiter-Restaurant in der IKEA St.Gallen steht während der WM ein Beamer, auch das Spiel heute Nachmittag wird darauf übertragen. «Ich kann mir vorstellen, dass der eine oder andere seine Pause ein wenig verlängern wird», sagt Daniel Sutter lachend. Als Chef drückt er ausnahmsweise ein Auge zu. Auch er wird das Spiel mitverfolgen. «Ich bin in der komfortablen Lage, dass ich mir meinen Tag selbst einrichten kann und den habe ich mir ein bisschen um das Spiel herumgelegt», sagt Daniel Sutter. Im Pausenraum hängt nicht nur eine Schwedische, sondern auch eine Schweizer Fahne.

Auch bei seinen Mitarbeitern helfen nicht wenige den Schweden. «Es ist etwa fifty-fifty. Wie ich auch sind viele Mitarbeiter für beide Mannschaften», sagt Daniel Sutter. Somit haben auch die meisten einen Grund zum Feiern, egal wer weiterkommt. «Heute nach Feierabend trinken wir sicherlich noch ein Bier, egal, wer das Spiel gewinnt. Zu Feiern haben wir alle etwas.»

Fabienne Engbers
Quelle: abl/enf
veröffentlicht: 3. Juli 2018 15:05
aktualisiert: 3. Juli 2018 15:05