FCSG-Präsident Dölf Früh hat Millionen in den Sand gesetzt

Lara Abderhalden, 20. September 2015, 12:04 Uhr
Dölf Früh möchte die Hintergründe der Entlassung von Martin Stocklasa nicht kundtun. (Archiv)
Dölf Früh möchte die Hintergründe der Entlassung von Martin Stocklasa nicht kundtun. (Archiv)
© KEYSTONE/Ennio Leanza
Es ist der wohl grösste Finanz-Schlamassel der Schweiz - der Konkurs des Sportrechte-Vermarkter Kentaro aus Wil. Der FC St. Gallen Präsident Dölf Früh hat, wie er sagt, dadurch 3.5 Millionen Franken verloren.

Ende August ist die Beschwerdefrist abgelaufen, seither ist es offiziell: Die Firma Kentaro aus Wil wird liquidiert, Betreibungen in der Höhe von 31 Millionen Franken haben sich angehäuft.

Die Zusammenarbeit zwischen der Kentaro AG und dem FC St. Gallen begann vor 4 Jahren. Damals beschloss die FC St. Gallen Event AG, dass sie ein Teil des Erfolgsmodells von Kentaro wird. Der FCSG gewährte Kentaro dafür ein Darlehen von 8 Millionen Franken. Kentaro wollte dafür sorgen, dass zukünftige Länderspiele vermehrt in der AFG Arena stattfinden. "Es wurde uns viel versprochen, wir wurden immer wieder vertröstet, die meisten Spiele fanden gar nie statt", sagt Dölf Früh gegen über dem "Sonntags Blick".

Der Verlust, der sich aus diesem Geschäft ergab, trägt der Verein in keiner Weise. Dölf Früh versichert: "Der FC St. Gallen stand zu keinem Zeitpunkt des Geschäfts in einem finanziellen Nachteil". Das Geld wurde aus den Taschen von Dölf Früh und einer zweiten Persone zur Verfügung gestellt. Dölf Früh schätzt, dass er durch die Zusammenarbeit mit Kentaro 3.5 Millionen Franken verlieren wird. Die zweite Person muss einen Verlust von 2 Millionen Franken in Kauf nehmen.

Lara Abderhalden
veröffentlicht: 20. September 2015 12:02
aktualisiert: 20. September 2015 12:04