Ajeti: «Pech klebte uns an den Schuhen»

Lara Abderhalden, 13. März 2017, 10:50 Uhr
Der FC St.Gallen spielt gegen den FC Luzern ein Unentschieden. Nach einer eher ereignislosen ersten Halbzeit, brachte Tomi Juric die Luzerner in der 53. Minute in Führung. Yannis Tafer konnte in der 63.Minute ausgleichen. 1:1 das Endresultat. Das Spiel im Liveticker zum Nachlesen.

«Am Schluss hat uns das Pech an den Schuhen geklebt», sagt Alban Ajeti nach dem Spiel. Sie hätten in der zweiten Halbzeit viel Druck gemacht, leider ohne Erfolg. Auffallend war auch die Torchance von Alban Ajeti. Nur ganz knapp ging dieser Schuss nicht ins Tor. Er traf den Pfosten und biss daraufhin verärgert in den Fussball.

Sechs Punkte fehlen dem FC St.Gallen für die Europa League Qualifikation. Für den FC Luzern ist das Unentschieden erfreulich. So können sie den Abstand auf den Fünftplatzierten St.Gallen halten. Alban Ajeti beeindruckt das wenig: «Wir haben immer noch Chancen auf die Europa League. Jetzt geht es darum, beim nächsten Auswärtsspiel in Thun alles zu geben.»

Das hofft auch Yannis Tafer, Torschütze zum 1:1: «Schade konnten wir keine drei Punkte erzielen.» Tranquillo Barnetta lobt den Auftritt der Mannschaft: «Wir haben uns nach dem 1:0 nicht aus der Ruhe bringen lassen.» Einige Male sei der FCSG bei Seitenverlagerungen nicht nachgekommen aber alles in allem sei es ein gerechtes Unentschieden.

Dass Barnetta wegen des Ausfalls von Toko weiter hinten spielen musste, war anfangs eine Umgewöhnung, aber:«Wenn Not am Mann ist, kann man nichts machen. Toko kann nicht ersetzt werden», so Barnetta. Natürlich sei er weiter weg vom Tor gewesen, aber es gäbe halt solche Situationen.

(abl)

Spielzusammenfassung:

So unbeständig sich die beiden Equipen im ganzen Championat präsentieren, so wechselhaft war das Geschehen auf dem Platz - auch weil beide Mannschaften ihr Glück in der Offensive suchten. Wirkten die Luzerner in der ersten Halbzeit trotz mehr gegnerischem Ballbesitz abgeklärter, wachsamer und besser organisiert, kippte das Geschehen, als die Gäste in der zweiten Halbzeit in Führung gegangen waren. In der 66. Minute traf Albian Ajeti mit einem satten Schuss nur den Pfosten.

Zweimal war Luzern vor der Pause der Führung nahe. Nach acht Minuten traf Tomi Juric aus spitzem Winkel den Aussenpfosten, in der 25. Minute verhinderte Daniel Lopar mit einer Glanztat den St. Galler Rückstand. Nach der Pause traf Juric dann nach schöner Vorarbeit von Marco Schneuwly zur Gäste-Führung. Mit seinem diagonalen Laufweg hatte der Passgeber gleich vier St. Galler ausgehebelt, bei denen Tranquillo Barnetta die etwas defensivere Position des wegen Leistenproblemen ausgefallenen Nzuzi Toko einnahm und sich sichtbar schwer damit tat.

Die Führung hielt aber nur zwölf Minuten, weil die Luzerner nach einem langen Ball unachtsam waren. Tafer, vor einer Woche Doppeltorschütze beim 2:1 in Sitten, entwischte und erzielte seinen fünften Saisontreffer. «Wir hatten etwas Mühe und mir gelang es nicht, Toko 1:1 zu ersetzen. Aber insgesamt zeigten wir ein gutes Spiel, das Unentschieden ist in Ordnung», befand Barnetta. Die St. Galler liegen damit nach wie vor sechs Punkte hinter Luzern.

Rangliste: 1. Basel 23/60 (63:20). 2. Young Boys 23/45 (54:35). 3. Sion 23/38 (46:38). 4. Luzern 24/36 (48:44). 5. St. Gallen 24/30 (28:34). 6. Lugano 23/28 (30:41). 7. Thun 23/23 (31:43). 8. Grasshoppers 24/23 (30:43). 9. Vaduz 24/22 (31:55). 10. Lausanne-Sport 23/19 (39:47).

Lara Abderhalden
Quelle: SDA
veröffentlicht: 11. März 2017 19:41
aktualisiert: 13. März 2017 10:50