Super League

Auch der FC St.Gallen wehrt sich gegen die Play-offs

René Rödiger, 22. Oktober 2022, 15:27 Uhr
Nachdem sich bereits unter anderem der FC Zürich und der FC Luzern gegen die Play-offs und für das «Schottische Modell» ausgesprochen haben, stellt sich auch der FC St.Gallen hinter diesen Modus.
Für den FC St.Gallen ist für die Einnahmen die Anzahl Heimspiele entscheidend.
© St.Galler Tagblatt/Raphael Rohner
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Der FC Zürich machte den Anfang und forderte die Abkehr von den Play-off-Plänen in der Super League. Unterdessen gibt es auch eine Petition mit schon über 20'000 Unterschriften.

Am Samstag äussert sich auch der FC St.Gallen dazu: «In intensiven Gesprächen, die der Verwaltungsrat und die Clubführung des FC St.Gallen 1879 in den vergangenen Wochen mit Fans, Behörden und Partnern geführt haben, ist die weit verbreitete Ablehnung gegen die geplante Einführung der Playoffs in der Credit Suisse Super League ab der kommenden Saison wiederholt und deutlich zum Ausdruck gekommen.»

«Schweizer Cup nicht abwerten»

Konkret: Der FCSG wird sich hinter den Antrag des FC Zürich stellen und gegen die Play-offs stimmen. «Wir sind nach eingehender Prüfung der Ansicht, dass der ‹Schottenmodus› für die Super League der richtige Spielmodus ist. Mit diesem wird sichergestellt, dass in der Endabrechnung die Leistungen einer gesamten Saison gewürdigt werden und der Schweizer Cup nicht mit Play-offs in der Meisterschaft abgewertet wird», heisst es.

Der FC St.Gallen hat an der GV der Swiss Football League im Mai 2022 zuerst die Aufstockung der Liga auf 12 Teams abgelehnt. Nachdem die Erweiterung aber mit grossem Mehr beschlossen worden war, sprach sich der FCSG «mangels sinnvoller Alternativen» für die Play-offs aus.

Heimspiele entscheidend

Dem FCSG geht es beim Modus vor allem um die Anzahl der Heimspiele. Mit dem «Schottischen Modus» gibt es 38 Spielrunden, so bekommt jeder Club zwischen 18 und 20 Heimspiele. «Die unterschiedliche Anzahl Heimspiele kann über zwei Saisons hinweg ausgeglichen werden», heisst es.

Für das «Schottische Modell» haben sich aus der Super League bereits der FC Zürich, der FC Luzern und die BSC Young Boys ausgesprochen. Bei diesem Modus gibt es drei Begegnungen zwischen allen Mannschaften, danach gibt es eine Teilung in eine Meister- und eine Abstiegsrunde.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 22. Oktober 2022 15:24
aktualisiert: 22. Oktober 2022 15:27