Super League

Baustellen, Gerüchte und Fahrplan: Alles zum Rückrundenstart des FC St.Gallen

· Online seit 18.01.2024, 05:53 Uhr
Fussballfans können aufatmen. Am Wochenende rollt der Ball in der Super League endlich wieder. An der Tabellenspitze mischt auch der FC St.Gallen mit. Welche Baustellen die Espen haben, wer noch kommen könnte und auf wen verzichtet werden muss, erfährst du hier.
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Für Fussballfans ist die Wartezeit am Wochenende endlich vorbei. König Fussball regiert wieder – die Super League startet in die Rückrunde. Die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte war kurz. Der FC St.Gallen startet als erster Verfolger von Leader YB in die Rückrunde. Alles, was du zum Rückrundenstart der Espen wissen musst, haben wir dir hier zusammengestellt.

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Vorbereitung

Der FCSG absolvierte sein Trainingslager im sonnigen Spanien in der Nähe von Murcia. Auf dem Programm standen auch zwei Testspiele gegen Hochkaräter. Gegen den Bundesligisten RB Leipzig verloren die Espen nur knapp mit 0:1. Anders sah es da gegen den belgischen Tabellenführer Royal Union St.Gilloise aus. Es gab eine 0:4-Pleite für die Ostschweizer. FCSG-Captain Lukas Görtler sprach nach dem Spiel von einer «verdienten Niederlage». Görtler misst der Niederlage aber nicht all zu hohe Bedeutung zu: «Schlussendlich ist es irrelevant für die Saison.» Er sei da ganz entspannt. Fakt aber ist: Der FC St.Gallen blieb in seiner Vorbereitung torlos.

Lazarett

Die Verletztenliste des FC St.Gallen war schon früh in der Saison gut gefüllt und bleibt dies auch. Auch zum Rückrundenstart tummeln sich auf der Liste Namen, die eigentlich in der Startformation erwartet werden. So stehen Trainer Zeidler Betim Fazliji, Julian von Moos und Richard van der Venne nicht zur Verfügung. Gemäss Trainer Zeidler stehe von Moos aber kurz vor der Rückkehr.

Die Absenz, die wohl am meisten ins Gewicht fällt, ist allerdings nicht verletzungsbedingter Natur. Goalie Lawrence Ati Zigi spielt am Africa Cup mit Ghana um den Titel mit und fehlt den Espen im schlimmsten Fall bis im Februar. Zigi gehört zu den Besten seines Fachs in der Super League. Mit Lukas Watkowiak und Bela Dumrath haben die St.Galler zwar Alternativen, einen Zigi eins zu eins zu ersetzen, dürfte aber für beide schwierig sein. Wer von Peter Zeidler den Vorzug zwischen den Pfosten bekommt, ist noch nicht ganz klar. Eigentlich wäre Watkowiak die klare Nummer 2. Doch Dumrath machte mit guten Leistungen im Trainingslager auf sich aufmerksam.

Baustellen

Die grösste Baustelle der Espen dürfte aber wohl in Zürich, Winterthur, Bern oder sonst wo sein. Denn die gute Tabellenposition verdanken die Espen ihrer Heimstärke im Kybunpark. Anders sieht es in der Fremde aus. Lediglich gegen das Schlusslicht aus Lausanne konnten die Ostschweizer einen Auswärtssieg feiern. Insgesamt holten die Espen nur sechs Punkte in der Ferne – viel zu wenig, um Leader und Titelverteidiger YB gefährlich zu werden.

Eine weitere Baustelle liegt in der Führungsetage. FCSG-Sportchef Alain Sutter wurde durch Roger Stilz ersetzt. Grund dafür ist, dass sich der Club in der sportlichen Führung breiter aufstellen und die Last auf mehrere Schultern verteilen will. Sutter wollte diesen Weg nicht mitgehen. Doch bisher sind es immer noch gleich viele Schultern wie zuvor. Wer Stilz bei seinen Aufgaben unterstützen wird, ist noch nicht bekannt.

Quelle: TVO

Transfergerüchte

Neo-Sportchef Roger Stilz hat in etwa die gleichen Vorstellungen von Fussball wie Trainer Peter Zeidler und sein Vorgänger Sutter. Ob allerdings die gleichen Spieler bei ihm auf dem Zettel stehen wie bei Sutter, darüber kann nur spekuliert werden. Ebenfalls unklar ist, ob die Espen überhaupt aktiv werden wollen.

Bisher fix ist lediglich der Abgang von Nicolas Lüchinger, der die Fussballschuhe an den Nagel hängt. Weitere Abgänge können nicht ausgeschlossen werden, sind aber eher unwahrscheinlich.

Als möglicher Zuzug wird seit Längerem der Malier Mamady Diambou gehandelt. Der Mittelfeldspieler steht bei Red Bull Salzburg unter Vertrag. Er wäre nicht der erste Spieler, der den Weg aus der Mozart- in die Gallusstadt findet. Weiter gibt es Gerüchte um eine Rückkehr von Ousmane Diakité vom TSV Hartberg und um Adriano Onyegbule vom FC Basel. Allerdings stammen diese beiden Gerüchte noch aus der vergangenen Ära Sutter.

Modus

Die Super League wird in diesem Jahr zum ersten Mal im schottischen Modus ausgetragen. Das bedeutet, dass alle Mannschaften drei Mal gegeneinander antreten – also 33 Runden spielen. Nach Abschluss dieser Phase – am 21. April 2024 – werden die zwölf Mannschaften in eine sogenannte «Championship Group» (Plätze 1-6) und eine «Relegation Group» (Plätze 7-12) aufgeteilt.

Dann werden nochmals fünf Runden, sprich gegen jedes Team aus der Gruppe, gespielt. Die Punkte aus den ersten 33 Runden werden mitgenommen. Die «Championship Group» spielt um den Titel und die Europa-Cup-Plätze, die «Relegation Group» gegen den Abstieg. Es wird einen direkten Absteiger geben sowie die bis anhin bekannte Barrage mit Hin- und Rückspiel zwischen dem Zweitletzten aus dem Oberhaus und dem Zweitplatzierten der Challenge League.

Fahrplan

Los geht es für die St.Galler am Samstag gegen den Aufsteiger Lausanne Sport. Lausanne könnte ein gutes Pflaster für die Espen sein, schliesslich holte man gegen den anderen Vertreter aus der Stadt am Genfersee den einzigen Auswärtssieg. Ebenfalls in die Karten spielen dürfte dem FCSG, dass es quasi ein Heimspiel sein könnte. Denn der Heimsektor der Lausanner bleibt wegen den Ausschreitungen rund um das Spiel gegen Servette geschlossen. Der ideale Moment also, um den Auswärtsfluch im alten Jahr zu lassen.

veröffentlicht: 18. Januar 2024 05:53
aktualisiert: 18. Januar 2024 05:53
Quelle: FM1Today

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