FCSG gegen Basel

Bittere Niederlage: Der FCSG verliert gegen Basel 0:5

22. Juli 2020, 23:09 Uhr
Nach der Niederlage gegen den FC Thun am Sonntag konnte der FC St.Gallen auch am Mittwochabend beim Spiel gegen den FC Basel nicht punkten. Gleich fünf Tore kassieren die Espen von ihren Gegnern, zwei davon in den ersten fünf Minuten.

Spannung herrschte im Spitzenduell der 33. Runde der Super League kaum fünf Minuten. Kemal Ademi (4.) und Samuele Campo (5.) sorgten beim Überraschungsteam der Super League für eine kalte Dusche, lang bevor der St.Galler Fussballplatz mit Beginn der zweiten Halbzeit zum Schauplatz eines kurzen und heftigen Unwetters wurde. St.Gallen, das in der laufenden Saison den Grundstein zu manchem Sieg in der Startphase gelegt hatte, erhielt vom FCB etwas der eigenen Medizin. Zu viel für das Team von Peter Zeidler, dessen offensive und kräftezehrende Spielweise nicht für englische Wochen gemacht scheint. Dies widerspiegelt sich auch in der unerbittlichen Höhe des Schlussresultats.

«Ein bitterer Abend»

«Wir sind ganz bitter in das Spiel gestartet», sagte Lukas Görtler nach dem Spiel zu Teleclub. Die zwei Tore in den ersten fünf Minuten waren das Gegenteil von dem, was sich die Mannschaft vorgenommen hatte. «Danach haben wir es in der ersten Halbzeit nicht schlecht gemacht. Wir haben versucht Druck aufzubauen.» Doch ein Anschlusstreffer fehlte. «Ein bitterer Abend», so Görtler.

Noch vor dem Spiel Coronafall beim FC Basel bestätigt

Die Basler hatten wenige Stunden vor dem Anpfiff in St.Gallen einen positiven Coronatest bei einem ihrer Spieler publik gemacht, mit den von Marcel Koller befürchteten Konzentrationsschwierigkeiten hatte das Gästeteam ganz und gar nicht zu kämpfen. Wie der FCB zwei Fehler des Heimteams innerhalb von 62 Sekunden zum 2:0 ausnützte, war eher ein Plädoyer für die grosse Präsenz des Gastes. In der 4. Minute schalteten die FCB-Routiniers Valentin Stocker und Fabian Frei nach einem Ballverlust von Victor Ruiz schneller als die Ostschweizer und ermöglichten Kemal Ademi alleine vor dem Tor das 1:0, nur Sekunden später stand der überragende Silvan Widmer mit einem Vorstoss am Ursprung von Samuele Campos 2:0.

Fehleranfällig und kraftlos

Die Mannschaft von Marcel Koller startete in der Ostschweiz mit der grösseren Intensität und der feineren Klinge. Während in den Reihen des FCB eine lange Zeit nicht mehr gesehene Aggressivität zu erkennen war, präsentierte sich das Heimteam zu Beginn fehleranfällig und gegen Ende kraft- und mutlos. Unter den Augen von FIFA-Präsident Gianni Infantino gelang es dem FCB, zumindest den Kampf um den 2. Platz in der Super League neu zu entfachen. Der Rückstand auf St.Gallen schmolz drei Runden vor Schluss auf drei Punkte zusammen.

«Wir müssen alle drei Spiele gewinnen»

«Wir wissen das es um viel ging», sagte Görtler. Die Niederlage sei aber kein Grund jetzt die Köpfe zu zerreissen. «Ich glaube wir haben eine gute Mentalität in der Mannschaft.» Am Samstag tritt der FC St.Gallen sein nächstes Spiel gegen Zürich an. «Wir haben drei Spiele und müssen alle drei gewinnen.» Dabei wird der FC St.Gallen nun wohl eher um den zweiten Platz in der Tabelle kämpfen müssen.

Im Ticker gibt es den Match zum Nachlesen:

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 22. Juli 2020 20:12
aktualisiert: 22. Juli 2020 23:09