«Es gibt keinen Rücktritt vom Rücktritt»

Krisztina Scherrer, 12. Mai 2019, 19:21 Uhr
Der FC St.Gallen gewinnt die wichtige Partie gegen den FC Sion mit 2:1. Zum Matchwinner avanciert Tranquillo Barnetta, der den Siegtreffer erzielte. Trotzdem denkt er nicht daran, seine Karriere doch noch zu verlängern.

Einmal mehr sorgte Tranquillo Barnetta für den Unterschied. In der 80. Minuten schoss er das 2:1. «Wir wären natürlich froh, wenn Quillo noch eine Saison anhängen würde, aber er hat sich entschieden», sagt FCSG-Captain Silvan Hefti gegenüber FM1.

Und auch Barnetta selber stellt klar: «Die Entscheidung über meinen Rücktritt ist definitiv. Es ist schön, dass es gegen das Ende meiner Karriere so gut läuft, aber einen Rücktritt vom Rücktritt wird es nicht geben». Das heutige Spiel gegen Sion war Barnettas vorletztes Heimspiel.

Barnetta fehlt im nächsten Spiel

Wehrmutstropfen aus St.Galler Sicht: Tranquillo Barnetta ist im nächsten Spiel gegen Lugano gesperrt. Dies, weil der Routinier nach seinem Tor sein Dress auszog und die gelbe Karte kassierte. «Da gingen die Emotionen mit mir durch. Natürlich, hätte ich der Mannschaft in Lugano gerne geholfen. Aber es ist nun mal wie es ist.»

«Es war ein erkämpfter Sieg»

Der FC St.Gallen verdiente sich die drei Punkte durch eine starke zweite Halbzeit. «Es war ein erkämpfter Sieg. In der ersten Halbzeit müssen wir Sion klar die besseren Chancen zugestehen», sagt Hefti. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte traf Jérémy Guillemenot zur St.Galler Führung. Kurz nach Wiederanpfiff glich Adryan für die Sittener aus. Dadurch liessen sich die Ostschweizer aber nicht aus dem Konzept bringen. In der zweiten Halbzeit diktierten sie die Gangart. So hätte der Sieg nach zwei Latten- und einem Pfostentreffer auch deutlich höher ausfallen können.

Direktduell um Europa

Dank des Sieges befinden sich die Espen auf dem 4. Tabellenplatz: «Wir waren uns unserer Positionierung in der Tabelle bewusst - es war knapp gegen hinten und vorne. Die letzten zwei Siege waren wichtig. Jetzt schauen wir nach vorne», sagt Hefti. Blick nach vorne heisst: Blick in Richtung Europa League.

Dazu müssen die St.Galler am kommenden Donnerstag auswärts gegen Lugano aber nachlegen. Lugano ist ein direkter Konkurrent im Kampf um die Plätze für die Europa-League-Qualifikation.

Krisztina Scherrer
Quelle: red.
veröffentlicht: 12. Mai 2019 18:58
aktualisiert: 12. Mai 2019 19:21