FC Zürich von St.Gallen gestoppt

28. Oktober 2018, 19:34 Uhr
Neun Pflichtspiele in Serie hat der FC Zürich nicht verloren. In St.Gallen findet er bei winterlichen Verhältnissen aber den Meister. Die effizienten Ostschweizer siegen mit 3:2.

St.Gallen zeigte nach den jüngsten 1:3-Niederlagen gegen Basel und - nach einer desolaten Leistung - in Lugano eine Reaktion. Vincent Sierro traf kurz vor der Pause mit einem sehenswerten Hocheckschuss aus Distanz zur schmeichelhaften 1:0-Pausenführung. Der agile Majeed Ashimeru erhöhte nach dem Wechsel auf 2:1, und nach dem Anschlusstreffer von Benjamin Kololli zeigte der erfahrene Publikumsliebling Tranquillo Barnetta seine nach wie vor vorhandene Klasse. Er leitete einen Konter zu Asmimeru ein und verwertete dessen Flanke mit einem platzierten Kopfball zum 3:1 und zur Entscheidung. Stephen Odeys 3:2 nach 94 Minuten war in diesem offenen Schlagabtausch lediglich Resultatkosmetik.

St.Gallens Spiel war keine Offenbarung, aber die Mannschaft lehnte sich gegen einen starken Gegner, der am Donnerstag noch Bayer Leverkusen in der Europa-League-Gruppenphase geschlagen hatte, auf und zeigte Energie und Kampfkraft und überzeugte mit seiner Mentalität. «Mit der ersten Halbzeit war ich unzufrieden», sagte Trainer Peter Zeidler dennoch. Obwohl St.Gallen führte und Roman Buess in der Startphase die Latte getroffen hatte, bestimmte der FCZ das Spiel, versiebte aber beste Torchancen. Marchesano, Odey, Khelifi, Domgjoni und Kololli vergaben vor und nach der Pause beste Möglichkeiten wegen technischer Fehler und einem starken St.Gallen Torhüter Dejan Stojanovic. «Wir hätten bei Halbzeit führen müssen, hatten wir doch ein klares Chancenplus und haben das Spiel kontrolliert», sagte FCZ-Trainer Ludovic Magnin angesäuert. «Deshalb tut diese Niederlage weh.» St.Gallen errang erst den zweiten Sieg in den letzten 13 Meisterschaftsspielen gegen den FCZ.

Matchwinner waren Ashimeru und der in der zweiten Halbzeit eingewechselte Barnetta. «Es war ein phänomenales Tor von Quillo gegen die Laufrichtung des Torhüters», lobte Trainer Zeidler. «Es war auch eine perfekte Flanke von Asmimeru», gab Barnetta das Lob weiter. «Zunächst waren wir zu ungestüm, dann aber effizienter und aggressiver. Wir standen dem Gegner auch auf die Füsse.»

Quelle: SDA
veröffentlicht: 28. Oktober 2018 19:01
aktualisiert: 28. Oktober 2018 19:34