FCSG geht gegen Spitzenreiter YB leer aus

David Lendi, 9. April 2018, 09:46 Uhr
Trotz starker erster Halbzeit verliert St.Gallen vor über 17'500 Zuschauern gegen YB mit 4:2. In den ersten 45 Minuten boten die Espen dem unangefochtenen Leader aus Bern Paroli und konnten durch Buess zwischenzeitlich sogar verdient in Führung gehen. Erst nach dem Seitenwechsel wurden die Gäste ihrer Favoritenrolle gerecht. Hoarau und Sanogo sorgten innert fünf Minuten für den Unterschied. Hier geht's zu den Spielernoten.

Tor

Dejan Stojanovic, Note: 4

Ein bitterer Nachmittag für St.Gallens Schlussmann. Musste viermal hinter sich greifen und sah beim letzten Gegentreffer nicht besonders vorteilhaft aus. Ein «Harakiri-Abspiel» blieb zum Glück unbestraft. Vereitelte aber auch mit starken Interventionen weitere YB-Tore und leitete die Führung ein.

Verteidigung

Silvan Hefti, Note: 4

Präsentierte sich nicht in Bestform. Kam in entscheidenden Situationen den berühmten Schritt zu spät, was von den Bernern resolut ausgenutzt wurde.

Alain Wiss, Note: 4,5

Organisierte die Abwehrreihe gegen die mit Abstand beste Offensiv-Abteilung der Liga so gut wie möglich. War in den Luftduellen gegen den gross gewachsenen Hoarau nicht zu beneiden.

Musavu-King, Note: 4

Wackelte bisher in jedem Spiel für Grün-Weiss. Ohne zu glänzen, war dies gegen YB nicht der Fall.

Mittelfeld

Toko, Note: 4,5

Präsentierte sich zweikampfstark und spielte in der ersten Halbzeit einen zuverlässigen Part. Nach dem Seitenwechsel fehlte St.Galles Captain den Zugriff auf die Partie.

Marco Aratore, Note: 4

Auffällige erste Halbzeit: Prüfte Wölfli mit einem satten Schuss aus der Distanz und bediente Ben Khalifa und Kukuruzovic mit präzisen Flanken. Tauchte im zweiten Durchgang ab.

Peter Tschernegg, Note: 4,5

Erzielte nach 33 Minuten aus kurzer Distanz den Ausgleich. Wie die ganze Mannschaft kam er in der zweiten Halbzeit nicht mehr richtig auf Touren und wurde 20 Minuten vor Schluss durch Aleksic ersetzt.

Danijel Aleksic, Note: - 

Konnte nach seiner Einwechslung keine Akzente setzen. Zu kurze Einsatzzeit für eine Bewertung.

Stjepan Kukuruzovic, Note: 5

War St.Gallens Ruhepol im Mittelfeld und traf auch unter Bedrängnis die richtigen Entscheidungen. Der Berner im Dienste der St.Galler war sehr präsent und hatte beim Ausgleich durch Tschernegg seine Füsse im Spiel. Nach 80 Minuten kam Itten für ihn auf den Platz.

Andreas Wittwer, Note: 3,5

Hatte gegen seine Gegenspieler oft das Nachsehen. Musste viel einstecken, war aber nie richtig im Spiel angekommen. Nach 57 Minuten kam Gasser für ihn auf den Platz.

Cédric Gasser, Note: 4

Griff eine halbe Stunde vor Abpfiff ins Spielgeschehen ein. Brachte seine Kameraden mit einem unpräzisen Kopfball im Mittelfeld unnötig in Bedrängnis, machte aber seinen Fehler gleich selber wieder wett.

Sturm

Roman Buess, Note: 5,5

Setzte eine starke Duftmarke. Bereitete den Ausgleich mustergültig vor und blieb beim zwischenzeitlichen Führungstreffer eiskalt.

Nassim Ben Khalifa: 4,5

Konnte sich vor dem 2:1 gegen von Bergen gut durchsetzen und behielt die Übersicht. Spielte sehr mannschaftsdienlich und bewies in vielen Aktionen, dass er ein unangenehmer Gegenspieler ist. Verlor beim 2:4 Sanogo aus den Augen.

Cedric Itten, Note: -

Kam zehn Minuten vor Abpfiff für Kukuruzovic in die Partie. Zu kurze Einsatzzeit für eine Bewertung.

FM1Today-Teamschnitt: 4,3

Fazit: Die St.Galler starteten selbstbewusst und engagiert in die Partie. Ihr Aufwand wurde durch Tschernegg belohnt, als der Österreicher nach 33 Minuten die YB-Führung mit dem 1:1-Ausgleich egalisierte. Roman Buess krönte drei Minuten vor der Pause St.Gallens beste Phase mit dem zwischenzeitlichen Führungstreffer. Die Freude war aber nur von kurzer Dauer. Praktisch mit dem Pausenpfiff stellte Sulejmani mit einem herrlichen Freistoss-Tor auf 2:2.

Nach der Pause präsentierten sich die Gäste in meisterlicher Verfassung. Sie kontrollierten das Spielgeschehen und gingen vier Minuten nach dem Seitenwechsel durch Hoarau in Führung. Nur fünf Minuten später erhöhte Sanogo nach einer Sulejmani-Ecke per Kopf auf 4:2. Danach war der St.Galler-Widerstand gebrochen. Die Berner liessen nichts mehr anbrennen und brachten den Vorsprung stilsicher über die Zeit.

Somit starten die Espen mit einer Niederlage ins letzte Viertel der Meisterschaft. Der Vorsprung auf das Viertplatzierte Luzern beträgt acht Runden vor Schluss zwei Punkte. Nächsten Samstag gastieren die St.Galler im Letzigrund gegen GC. Anpfiff ist um 19:00 Uhr.

David Lendi
veröffentlicht: 9. April 2018 06:18
aktualisiert: 9. April 2018 09:46