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Glücklicher Auswärtssieg bei Xamax

René Rödiger, 7. April 2019, 07:12 Uhr
Nach einer passablen ersten und einer schwachen zweiten Halbzeit gewinnt der FC St.Gallen mit viel Glück in Neuchâtel. Mann des Spiels ist Torhüter Dejan Stojanovic. Hier die Spielerbewertung.

Tor:

Dejan Stojanovic: Note 6,0. Absolute Glanzleistung, er bringt die Xamaxiens vor allem in der Schlussphase im Minutentakt zum Verzweifeln. Würden wir höhere Noten vergeben, er würde sie erhalten.

Verteidigung:

Nicolas Lüchinger: Note 2,5. Der etatmässige Rechtsverteidiger zeigt auf der linken Seite eine fahrige Leistung, steht immer wieder zu weit weg vom Mann und verschuldet durch ein unnötiges und ungestümes Einsteigen einen Penalty.

Leonel Mosevich: Note 4,0. Muss immer wieder nach links herausrücken, weil Lüchinger oft zu weit vorne steht. Löst das passabel, fehlt dann aber oft in der Mitte.

Milan Vilotic: Note 4,0. Steht zusammen mit Mosevich in der ersten Halbzeit sicher und gewinnt fast alle Kopfballduelle. In der zweiten Halbzeit verliert er dann die entscheidenden Duelle in der Luft, wodurch Xamax zu zahlreichen guten Chancen kommt.

Silvan Hefti: Note 4,5. Der Captain spielt einige schöne Bälle nach vorne und gefällt allgemein durch seinen Offensivdrang. Defensiv hat er hingegen einige Aussetzer, hat wie fast alle seine Kollegen grosse Mühe mit dem stets aktiven Nuzzolo.

Mittelfeld:

Majeed Ashimeru: Note 5,0. Ist im St.Galler Mittelfeld stets präsent und anspielbar, gefällt durch viel Zug nach vorne. Hat mehrere gute Möglichkeiten, zumindest eine davon sollte er aber in ein Tor ummünzen.

Musah Nuhu: Note 4,5. In Kopfballduellen kaum schlagbar, auch am Boden gewinnt er die meisten Zweikämpfe, die er annimmt. Im Aufbau mit Steigerungspotential, spielt teilweise noch zu überhastet ab.

Vincent Sierro: Note 3,5. Spielt wie schon die gesamte Rückrunde glücklos. Der Einsatz stimmt, entscheidende Offensivaktionen gelingen ihm aber nicht, da er in Ballbesitz oft die falschen Entscheidungen trifft.

Sturm:

Yannis Tafer: Note 3,5. Hat in der ersten Halbzeit eine gute Torchance, die er knapp vergibt, ansonsten läuft das Spielgeschehen weitestgehend an ihm vorbei.

Tranquillo Barnetta: Note 3.0: Als falsche Neun mit vergebenem Kampf. Er versucht es vor allem in der ersten Halbzeit oft mit Steilpässen, die aber allesamt zu weit geraten. In der zweiten Halbzeit wird er früh erlöst – der Kunstrasen liegt ihm definitiv nicht.

Axel Bakayoko: Note 5,0. Mit zahlreichen guten Vorstössen und einigen schönen Pässen in den Rücken der Abwehr bis zur Einwechslung von Dereck Kutesa mit Abstand bester St. Galler Offensivmann.

FM1Today-Teamschnitt (Durchschnitt aller benoteten Spieler): 4,1.

Fazit:

Nachdem die Espen in den letzten zwei Spielen mit nur einem Punkt sehr schlecht für passable Leistungen belohnt wurden, hatten sie das Glück – oder auch das Können ihres Torhüters – nun auf ihrer Seite. Durch den Sieg können sich die Grün-Weissen nun wieder nach oben orientieren, Abstiegssorgen sollten bei neun Punkten Vorsprung auf den Barrageplatz bei noch acht ausstehenden Partien nach menschlichem Ermessen eigentlich kaum mehr aufkommen.

René Rödiger
Quelle: Johannes Graf
veröffentlicht: 7. April 2019 07:12
aktualisiert: 7. April 2019 07:12