FC St.Gallen – FC Sion

Peter Zeidler: «Man kann nicht mehr als gewinnen»

2. November 2019, 07:26 Uhr
Peter Zeidler beobachtete den FC Sion beim Cup-Spiel gegen Linth 04.
© Keystone
Der FC St.Gallen erlebt gerade einen Höhenflug. Aus den letzten sieben Meisterschaftsspielen resultierten 19 Punkte. Jetzt empfangen die Espen am Samstag den FC Sion. Geht das Märchen weiter?

«Natürlich habe ich nicht erwartet, dass wir so viele Punkte aus den letzten Spielen holen», sagt FCSG-Trainer Peter Zeidler vor dem Spiel gegen Sion. So viele Punkte. 19 an der Zahl. Aus sieben Spielen. Nur gegen Basel holte man nicht das Maximum, obwohl man die bessere Mannschaft war.

Der St.Gallen-Trainer sagt aber auch: «Ich sehe, dass wir noch viel zu tun haben. Wir haben höhere Ansprüche.» Insbesondere die zweite Halbzeit der letzten Partie gegen Lugano entsprach überhaupt nicht den Vorstellungen Zeidlers. «Sie kamen zu zu vielen Torschüssen und Chancen.»

«Wir können nicht alle Spiele gewinnen»

Zeidler weiss aber auch: «Man kann nicht mehr als gewinnen.» Jetzt geht es also noch um die Art, wie ein Sieg zustande kommt. Da könnte auch die derzeitige Euphorie helfen: «Wenn wir noch ein, zwei, drei Spiele so weiter machen können, dann machen wir das. Aber wir sind darauf vorbereitet, dass wir nicht alle Spiele gewinnen können.»

Zum Gegner vom Samstag, dem FC Sion, will Zeidler nicht viel sagen, «das steht uns nicht zu, wir müssen auf uns selbst schauen». Natürlich kennt der Deutsche die Walliser ausgezeichnet, er war selbst mal Trainer beim FC Sion und hat ihn eben erst im Cup gegen Linth 04 beobachtet.

«Sion darf gerne den Cup gewinnen»

Dass er dabei eher den Wallisern die Daumen gedrückt hat, daraus macht Zeidler keinen Hehl: «Ich hoffe, dass sie im Pokal weit kommen. Wir sind ja ausgeschieden. Aber man hat ja für gewisse Mannschaften noch Sympathien. Ich hoffe für den FC Sion und die Fans, dass sie es bis ins Final schaffen. Sie dürfen den Cup auch gerne gewinnen. Aber für uns geht es jetzt um das Spiel am Samstag.»

Der FC St.Gallen steht derzeit auf dem dritten Tabellenplatz, das wird sich vorerst auch nicht ändern, egal wie das Spiel gegen Sion ausgeht, der Abstand auf die viertplatzierten Walliser beträgt sechs Punkte. «Natürlich stehen wir nach einem Drittel der Meisterschaft lieber auf dem 3. als auf dem 8. Platz. Wenn aber erst ein Drittel gespielt ist, heisst das auch, dass noch zwei Drittel kommen. Es kann sehr schnell gehen, das haben wir letzte Saison erlebt. Ich glaube nicht, dass es dieses Jahr anders wird.»

Zeidler spricht lieber über Katzen als über Hunde

Beim FC Sion steht Trainer Stéphane Henchoz unter Druck. Zuletzt konnten die Walliser in der Meisterschaft fünf Mal nicht gewinnen, im Cup gegen Linth 04 war es lange eine knappe Angelegenheit. Präsident Christian Constantin hat Henchoz seinen Intimus Christian Zermatten als «Superassistenten» zur Seite gestellt.

Was meint Peter Zeidler, der Constantin aus seiner Zeit bei Sion noch bestens kennt, zu einem solchen «Wachhund»? «Da will ich mich nicht dazu äussern», sagt Zeidler und will lieber über Katzen sprechen: «Wir haben in unserer Familie vor Jahren für eine Katze entschieden. Ich durfte den Namen auswählen. Sie heisst ‹Zizou›, benannt nach Zinédine Zidane.»

Radio FM1 und FM1Today berichten am Samstag, 19 Uhr, live vom Spiel FC St.Gallen gegen FC Sion aus dem Kybunpark.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 2. November 2019 07:26
aktualisiert: 2. November 2019 07:26