Geplante Fan-Demo in Bern

Protest gegen Kollektivstrafen: Berns Sicherheitsdirektor Nause hat Fans auf dem Radar

19.01.2024, 19:29 Uhr
· Online seit 19.01.2024, 18:54 Uhr
Der Espenblock will seine Ankündigung wahr machen und morgen zusammen mit anderen Fankurven in Bern gegen die verhängten Kollektivstrafen demonstrieren. Die Demo ist aber nicht bewilligt – und wird auch nicht toleriert werden, wie Berns Sicherheitsdirektor Reto Nause ankündigt.
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Normalerweise sind sich Fans unterschiedlicher Fussballklubs eher uneinig. In Bern wollen sich nun aber Anhängerinnen und Anhänger von YB, GC, Basel, dem FC Zürich und dem FC St.Gallen gegen Kollektivstrafen wehren und morgen gemeinsam demonstrieren. Die Demo ist unbewilligt und wird, laut Berner Kantonspolizei, nicht toleriert. Reto Nause, Sicherheitsdirektor der Stadt Bern, hofft auf die Vernunft der Fans.

Kollektivstrafen nach Ausschreitungen

Hintergrund der Demo ist die Sperrung der YB-Fankurve beim Samstagsspiel YB gegen GC. Diese wurde als Kollektivstrafe verhängt: Im September war es beim Auswärtsspiel der Berner gegen die Grasshoppers zu Ausschreitungen der Fans und Sachbeschädigung gekommen.

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Auch im Spiel des FC St.Gallen gegen den FC Lausanne-Sport ist eine Kollektivstrafe angesetzt, ebenfalls aufgrund von Ausschreitungen: Lausanne muss zu Hause gegen St.Gallen ohne Fan-Unterstützung auskommen.

Fans werfen Behörden vor, «Eskalationsspirale» in Gang zu setzen

Nicht einverstanden mit diesem Vorgehen sind die Fans. Mit Beginn der laufenden Saison hätten die Behörden in der ganzen Schweiz eine «Eskalationsspirale» in Gang gebracht, indem sie auf Nulltoleranz und Kollektivstrafen setzten, heisst es etwa in einem Aufruf auf der Webseite des Espenblocks. Und: «Auf Kollektivstrafen folgen kollektive Antworten: Am Samstag alle nach Bern!»

Die Behörden hätten sich gewünscht, es wäre eine Bewilligung für die Demo eingereicht worden, sagt Reto Nause. Randale erwarte er zwar nicht, sagt der Berner Sicherheitschef. Aber:  «Wir haben den Aufruf auf jeden Fall auf dem Radar und werden uns polizeilich vorbereiten.»

(sch)

veröffentlicht: 19. Januar 2024 18:54
aktualisiert: 19. Januar 2024 19:29
Quelle: FM1Today

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