Lugano - FCSG

«Wir haben riesigen Respekt, aber überhaupt keine Angst»

Sandro Zulian, 24. Oktober 2020, 12:13 Uhr
FCSG-Cheftrainer Peter Zeidler schaut gespannt auf das Spiel gegen Lugano am Samstag.
© Benjamin Manser / St.Galler Tagblatt
Einen Tag vor dem Spiel gegen den FC Lugano lud der FC St.Gallen abermals zur Medienkonferenz. Ein Pressetermin über Fussball, Fehlentscheidungen, Bratwürste und Regierungspräsidenten.

Nach einem umkämpften 2:2 gegen die Luzerner kämpft der FC St.Gallen morgen Samstag gegen einen weiteren herausfordernden Gegner. Die viertplatzierten Luganesi sind in der laufenden Saison noch ungeschlagen. Ein Sieg lag für die Tessiner jedoch erst ein Mal drin.

Mit welchem Gefühl man denn morgen ins Tessin fahre, will FCSG-Mediensprecher David Gadze von Peter Zeidler als Erstes wissen: «Das Gefühl wird sich noch einstellen. Wir wollten ja schon letzte Woche einen grossen Sieg landen, das ist uns leider nicht gelungen.» Da habe man morgen im Cornaredo wieder die Chance dazu.

Speziell auf die Carreise ins Tessin freut sich der 58-Jährige: «Die Spannung und die Vorfreude entsteht bei uns immer auf so einer Reise.» Man sitze länger zusammen im Bus, man dürfe zusammen im Hotel Zeit verbringen und sich auf das Spiel vorbereiten. «So entsteht bei uns eine gute Atmosphäre.»

Mit Bruno Damann auf eine Bratwurst 

Bei der Medienkonferenz vom Freitag dürfen natürlich auch die obligaten Fragen zu Corona nicht fehlen. Zeidler wirkt, als wäre er das Thema langsam leid, darum beschränkt er sich lediglich aufs Trainer-Sein und sagt: «Ab dem Moment, wo wir spielen oder trainieren, vergisst man das.» Natürlich würde immer wieder getestet, speziell nach internationalen Spielen oder wenn ein Spieler aus seiner Nationalmannschaft zurückkehrt.

Grundsätzlich sei es wichtig, nicht Trübsal zu blasen. Und hier kommen ausgerechnet Politiker ins Spiel. Schon der Besuch von Gesundheitsminister Alain Berset am Montag vor einer Woche habe ihn tief beeindruckt, sagt Zeidler. So sollen Bersets erste Worte nach seiner Ankunft gewesen sein: «Es gibt bei dieser Corona-Krise einen Anfang aber auch ein Ende.» Das habe die gesamte Mannschaft zuversichtlich gestimmt, so Zeidler.

Und wenn er schon über Politik rede, wolle er noch erwähnen, dass dem FC St.Gallen eine weitere, grosse Ehre zuteil wurde: «Wir wurden am Montag von Bruno Damann und der Kantonsregierung eingeladen.» Der Regierungspräsident habe einen bleibenden Eindruck hinterlassen: «Damann versteht es, auch in einer schwierigen Situation Optimismus und Zuversicht zu verbreiten.» Diese Einstellung will Zeidler mit seiner Mannschaft mitnehmen. Von der Einladung der Regierung sind Zeidler zwei Sachen geblieben: «Bratwurstessen und sehr gute Diskussionen. Hat mich beeindruckt.»

Riesiger Respekt

Doch zurück zum Fussball und dem nächsten Gegner. Ein Journalist nimmt in seiner Fragestellung an, der FC Lugano sei schwierig einzuschätzen. Zeidler: «Nö. Überhaupt nicht. Der Gegner ist so ähnlich wie letztes Jahr. Die haben sich toll entwickelt.» Die Tessiner hätten gute Spieler und wurden schon seit Ewigkeiten nicht mehr geschlagen.» Doch Zeidler traut sich und seinen Spielern einen Sieg zu: «Wir waren letztes Mal schon kurz davor.» Überdies lobt Zeidler die eingespielte Dreier-Abwehr des FC Lugano und die lauffreudigen Spieler über die Seiten.

Abschliessend noch ein paar konkrete Worte zum Gegner: «Wir haben riesigen Respekt vor dieser Mannschaft. Aber wir haben überhaupt keine Angst.»

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 23. Oktober 2020 20:25
aktualisiert: 24. Oktober 2020 12:13