Froome auch in der letzter Bergetappe souverän

20. Juli 2017, 19:50 Uhr
Der britische Vorjahressieger Chris Froome (im gelben Leadertrikot) lässt sich vom Franzosen Romain Bardet nicht abschütteln
Der britische Vorjahressieger Chris Froome (im gelben Leadertrikot) lässt sich vom Franzosen Romain Bardet nicht abschütteln
© KEYSTONE/AP/CHRISTOPHE ENA
Chris Froome hat das Geschehen auch in der letzten Bergetappe der 104. Tour de France fest im Griff. Der Brite steht unmittelbar vor seinem vierten Tour-Triumph. Der Tagessieg geht an Warren Barguil.

Chris Froome sah sich im Schlussanstieg hinauf zum Col d'Izoard, einem knapp 14 km langen Anstieg der Hors Catégorie, nochmals Attacken der Konkurrenz ausgesetzt, er hielt diesen aber stand. Obwohl er sich im Ziel auf 2360 Meter über Meer im Spurt um Rang 3 dem Franzosen Romain Bardet geschlagen gegeben musste, und damit vier Sekunden Bonifikation verpasste, behält der Captain vom Team Sky weiterhin die besten Karten im Kampf um den Gesamtsieg.

Damit ist für Froome der vierte Tour-Triumph nach 2013, 2015 und 2016 zum Greifen nah. Vor der letzten grossen Herausforderung, einem 22,5 km langen Zeitfahren am Samstag in Marseille, führt Froome im Gesamtklassement 23 Sekunden vor Bardet und 29 Sekunden vor dem drittplatzierten Kolumbianer Rigoberto Uran. Im Zeitfahren wird es für Bardet und Co. aber wohl schwer, dem favorisierten Froome den Tour-Sieg nochmals streitig zu machen.

Der Sieg in der 18. Etappe über 179,5 km von Briançon nach Izoard ging an Warren Barguil. Der 25-jährige Franzose vom Team Sunweb feierte 20 Sekunden vor dem Kolumbianer Darwin Atapuma und den zeitgleichen Bardet und Froome einen Solosieg. Für Barguil ist es bereits der zweite Etappenerfolg an der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt. In den Pyrenäen hatte er schon die 13. Etappe in Foix gewonnen. Nun sorgte er auf dem berühmten Col d'Izoard bereits für den fünften Tagessieg für die in den letzten Jahren wenig erfolgsverwöhnten Franzosen.

Die 19. Etappe vom Freitag dürfte eine Angelegenheit für die Sprinter sein. Am Samstag folgt das entscheidende Zeitfahren in Marseille, mit dem Thurgauer Stefan Küng als Anwärter auf einen Schweizer Etappensieg. In der Schlussetappe nach Paris wird das Maillot jaune traditionsgemäss nicht mehr angegriffen

Quelle: SDA
veröffentlicht: 20. Juli 2017 17:47
aktualisiert: 20. Juli 2017 19:50