National League

Fünfte Niederlage in Serie für den EHC Biel

11. März 2022, 22:40 Uhr
Der EHC Biel verliert zum fünften Mal in Folge und droht, die direkte Viertelfinal-Qualifikation in der National League zu verspielen. Besser macht es der Kantonsrivale Bern.
Ein sichtlich unzufriedener Biel-Coach Antti Törmänen läuft mit den Spielern zur Garderobe.
© KEYSTONE/TI-PRESS/Alessandro Crinari
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Die Formkurven von Lausanne und Biel, die sich zusammen mit den am Freitag spielfreien Davos und Servette und zwei direkte Viertelfinal-Plätze in den Playoffs balgen, zeigen diametral auseinander. Während die Waadtländer gegen den abgelösten Leader Fribourg-Gottéron zum sechsten Mal in Serie gewannen (2:0), verloren die Bieler in Ambri-Piotta (1:2) zum fünften Mal hintereinander. Lausanne verdrängte die Seeländer damit aus den Top 6.

Der Sieg Ambris hält auch den Kampf um den 10. und letzten für die Achtelfinals (oder Pre-Playoffs) berechtigenden Platz spannend. Der SC Bern holte aber mit einem 2:1 nach Verlängerung gegen die ZSC Lions wichtige zwei Punkte. Der SCB weist nun fünf Zähler mehr auf als die Leventiner, hat aber nur noch ein Spiel, Ambri deren zwei.

Ambri hofft, Biel zittert

Ambri-Piotta schielt noch auf den 10. Platz und die Playoff-Achtelfinals, der EHC Biel droht hingegen wie im Vorjahr die direkte Qualifikation für die Viertelfinals ganz am Ende noch zu verspielen. Mit einem 2:1-Heimsieg der Tessiner bestätigten die beiden Teams in der drittletzten Runde den Trend.

In der 13. Minute schoss Dominic Zwerger die Leventiner schon mal in die richtige Richtung, gleich zu Beginn des Mitteldrittels verdoppelte André Heim nach einer wunderbaren Einzelleistung das Skore. Biels Anschlusstreffer im Schlussdrittel durch Viktor Lööv kam zu spät.

Ambri feierte den vierten Sieg in Serie und gibt im Kampf gegen das ursprünglich bereits enteilte Bern nicht klein bei. Biel hingegen ist nach der fünften Pleite hintereinander punktgleich mit dem siebtplatzierten und am Freitag spielfreien Davos. Im vierten Duell zwischen Ambri und Biel triumphierte zum vierten Mal das Heimteam.

Lausanne weiter im Vormarsch, Fribourg verspielt Führung

Der Lausanne HC ist das Team der Stunde. Die Waadtländer gewinnen gegen Fribourg-Gottéron 2:0 und damit das sechste Spiel in Folge. Die Freiburger müssen hingegen die Tabellenführung an das spielfrei Zug abgeben.

Dank des 1:0 von Cody Almind in der 7. Minute verbesserte sich Lausanne über den oberen Strich und darf in dieser Form mit der direkten Viertelfinal-Qualifikation rechnen. Gottéron droht hingegen wegen seiner Auswärtsschwäche - vierte Niederlage in Folge - noch den Qualifikationssieg zu verspielen. Im Kopf-an-Kopf-Rennen mit Zug haben nun wieder die Zentralschweizer hauchdünn die Nase vorne, beide spielen noch je zwei Partien.

Lausannes Goalie Luca Boltshauser musste für seinen dritten Shutout in Serie - notabene gegen die beiden Spitzenteams Zug (2) und Fribourg - nur 16 Schüsse abwehren, darunter fünf Minuten vor Schluss einen Penalty von David Desharnais. Sein Gegenüber Reto Berra hatte allerdings wesentlich mehr zu tun (44 Paraden).

Schwerer als der Verlust der Leaderposition könnte für Fribourg ein Ausraster des PostFinance-Topskorers Chris DiDomenico wiegen. Nach einer üblen Attacke gegen Martin Gernat wurde der Kanadier unter die Dusche geschickt, eine Sperre dürfte folgen.

Ein königlicher Prinz für Lugano

Vor dem Spiel waren die Frauen des HC Lugano für ihren Cupsieg geehrt worden, danach fühlten sich die bisher eine enttäuschende Saison spielenden Männer herausgefordert. Sie brauchten nur 16 Sekunden bis zum 1:0, am Ende schickten sie das positive Überraschungsteam Rapperswil-Jona Lakers mit einem 4:3 nach Hause.

Mann des Spiels war ein royaler Neuzugang: Shane Prince erzielte bei seinem ersten Einsatz für die Bianconeri zwei Tore und zwei Assists. Das war ihm 2018 beim HC Davos nicht gelungen, den der 29-Jährige durch die Hintertür wieder verliess. Nun kehrte der mittlerweile in Belarus eingebürgerte Amerikaner durch die grosse Türe zurück.

Er könnte für das Team von Chris McSorley in den Playoff-Achtelfinals noch Gold wert sein.

Ajoie gewinnt das Kellerduell

Ajoie tankte im Kellerduell gegen die SCL Tigers Moral. Die Jurassier brachten im eigenen Stadion eine frühe 2:0-Führung über die Runden und siegten 2:1.

Der Schwede Jesper Olofsson hatte für die Langnauer in der 31. Minute den Anschlusstreffer erzielt, zu mehr reichte es aber nicht. Dies obwohl die Gäste aus dem Emmental im letzten Drittel mit einem Verhältnis von 17:4 Schüssen aufs gegnerische Tor vehement den Ausgleich suchten.

Somit endete auch die vierte Partie in dieser Saison zwischen den beiden Mannschaften mit einem Heimsieg.

Telegramme:

Ambri-Piotta - Biel 2:1 (1:0, 1:0, 0:1)

6222 Zuschauer. - SR Piechaczek (GER)/Dipietro, Burgy/Steenstra (CAN). - Tore: 13. Zwerger (Hietanen) 1:0. 22. Heim (Bürgler, Kneubuehler) 2:0. 53. Lööv (Schläpfer, Künzle/Powerplaytor) 2:1. - Strafen: je 4mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Pestoni; Rajala.

Ambri-Piotta: Juvonen; Fora, Isacco Dotti; Hietanen, Fischer; Fohrler, Zaccheo Dotti; Pezzullo; Bürgler, Heim, Kneubuehler; Pestoni, McMillan, Zwerger; Grassi, Dal Pian, Incir; Trisconi, Kostner, Bianchi; Neuenschwander.

Biel: Shikin; Fey, Lööv; Delémont, Grossmann; Schneeberger, Forster; Helfer; Hügli, Sallinen, Rajala; Kessler, Cunti, Künzle; Kohler, Indrasis, Hofer; Schläpfer, Froidevaux, Tanner; Karaffa.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Burren, Conacher, Conz, D'Agostini, Dufey, Hächler und Regin (alle verletzt), Biel ohne Brunner, Hischier, Stampfli (alle verletzt), Haas, Korpikoski und Yakovenko (alle krank). Ambri-Piotta von 19:58 bis 20:00 ohne Torhüter. Biel von 59:35 bis 59:42 ohne Torhüter.

Lausanne - Fribourg-Gottéron 2:0 (1:0, 0:0, 1:0)

9600 Zuschauer. - SR Stricker/Tscherrig, Progin/Stalder. - Tore: 7. Almond (Gernat) 1:0. 60. (59:51) Paré (Gernat) 2:0 (ins leere Tor). - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Lausanne, 8mal 2 plus 5 Minuten (DiDomenico) plus Spieldauer (DiDomenico) gegen Fribourg-Gottéron. - PostFinance-Topskorer: Sekac; DiDomenico.

Lausanne: Boltshauser; Glauser, Genazzi; Marti, Gernat; Heldner, Frick; Krueger, Holdener; Riat, Fuchs, Sekac; Paré, Miele, Kenins; Bertschy, Jäger, Bozon; Krakauskas, Baumgartner, Almond.

Fribourg-Gottéron: Berra; Gunderson, Jecker; Sutter, Furrer; Diaz, Dufner; Kamerzin; Marchon, Desharnais, Mottet; Sprunger, Schmid, DiDomenico; Brodin, Walser, Jörg; Bougro, Haussener, Jobin; Lauper.

Bemerkungen: Lausanne ohne Emmerton und Frolik (beide überzählige Ausländer), Fribourg-Gottéron ohne Rossi (verletzt) und Rantakari (überzähliger Ausländer). Fribourg-Gottéron von 58:39 bis 59:51 ohne Torhüter.

Lugano - Rapperswil-Jona Lakers 4:3 (3:1, 1:0, 0:2)

5002 Zuschauer. - SR Borga/Nord (SWE), Cattaneo/Kehrli. - Tore: 1. (0:16) Prince (Thürkauf) 1:0. 3. Thürkauf (Prince) 2:0. 6. Kossila (Djuse) 2:1. 15. Carr (Prince) 3:1. 27. Prince 4:1. 52. Cajka 4:2. 57. Lammer (Baragano, Cervenka) 4:3. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Lugano, keine gegen Rapperswil-Jona Lakers. - PostFinance-Topskorer: Arcobello; Cervenka.

Lugano: Markkanen; Loeffel, Müller; Alatalo, Riva; Chiesa, Guerra; Wolf; Fazzini, Arcobello, Morini; Carr, Thürkauf, Prince; Abdelkader, Herburger, Herren; Bertaggia, Walker, Stoffel; Traber.

Rapperswil-Jona Lakers: Bader; Aebischer, Djuse; Jelovac, Profico; Baragano, Sataric; Bircher; Lammer, Kossila, Cervenka; Eggenberger, Albrecht, Lehmann; Wick, Dünner, Moses; Brüschweiler, Cajka, Wetter; Neukom.

Bemerkungen: Lugano ohne Josephs, Schlegel, Vedova (alle verletzt), Boedker und Irving (beide überzählige Ausländer), Rapperswil-Jona Lakers ohne Forrer, Maier, Rowe, Vouardoux, Zangger (alle verletzt) und Mitchell (überzähliger Ausländer). Rapperswil-Jona Lakers von 58:26 bis 59:20 und ab 59:38 ohne Torhüter.

Ajoie - SCL Tigers 2:1 (2:0, 0:1, 0:0)

4412 Zuschauer. - SR Wiegand/Wiegand, Fuchs/Obwegeser. - Tore: 2. Wännström (Frossard) 1:0. 7. Reto Schmutz (Gauthier-Leduc/Powerplaytor) 2:0. 32. Olofsson (Weibel, Flavio Schmutz) 2:1. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Ajoie, 5mal 2 Minuten gegen SCL Tigers. - PostFinance-Topskorer: Devos; Olofsson.

Ajoie: Wolf; Gauthier-Leduc, Pouilly; Rouiller, Hauert; Birbaum, Eigenmann; Fontana, Bartholet; Huber, Devos, Reto Schmutz; Frei, Frossard, Wännström; Fortier, Romanenghi, Schweri; Bogdanoff, Macquat, Schnegg.

SCL Tigers: Punnenovs; Elsener, Schilt; Blaser, Grossniklaus; Zryd, Guggenheim; Aeschbach; Rohrbach, Saarela, Pesonen; Weibel, Flavio Schmutz, Olofsson; Diem, Grenier, Loosli; Petrini, Berger, Sturny; Langenegger.

Bemerkungen: Ajoie ohne Asselin, Joggi (beide krank) und Hazen (verletzt), SCL Tigers ohne Erni, Huguenin, Mayer, Salzgeber, Stettler und Zaetta (alle verletzt). SCL Tigers von 56:58 bis 57:22 ohne Torhüter.

Resultate und Ranglisten:

Ambri-Piotta - Biel 2:1 (1:0, 1:0, 0:1). Ajoie - SCL Tigers 2:1 (2:0, 0:1, 0:0). Bern - ZSC Lions 2:1 (0:0, 0:0, 1:1, 1:0) n.P. Lausanne - Fribourg-Gottéron 2:0 (1:0, 0:0, 1:0). Lugano - Rapperswil-Jona Lakers 4:3 (3:1, 1:0, 0:2).

Rangliste nach Punktekoeffizient: 1. Zug 1,960/50/98 (174:122). 2. Fribourg-Gottéron 1,958/48/94 (159:120). 3. ZSC Lions 1,840/50/92 (162:125). 4. Rapperswil-Jona Lakers 1,820/50/91 (157:129). 5. Lausanne 1,694/49/83 (149:139). 6. Davos 1,673/49/82 (139:122). 7. Biel 1,673/49/82 (147:125). 8. Genève-Servette 1,660/50/83 (139:127). 9. Lugano 1,500/50/75 (155:149). 10. Bern 1,275/51/65 (135:144). 11. Ambri-Piotta 1,200/50/60 (123:143). 12. SCL Tigers 0,729/48/35 (125:189). 13. Ajoie 0,520/50/26 (89:219).

Quelle: sda
veröffentlicht: 11. März 2022 22:45
aktualisiert: 11. März 2022 22:45