Barcelona holt Remis bei Chelsea

21. Februar 2018, 08:07 Uhr
Willian (links) schoss Chelsea gegen Barcelona um Ivan Rakitic mit 1:0 in Führung.
Willian (links) schoss Chelsea gegen Barcelona um Ivan Rakitic mit 1:0 in Führung.
© Keystone/EPA/Andy Rain
Chelsea kommt im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen den FC Barcelona daheim nur zu einem 1:1. Bayern München steht schon mit mehr als einem Bein im Viertelfinal.

Im neunten Spiel gegen Chelsea hat es Lionel Messi doch noch geschafft. Der Argentinier traf nach 75 Minuten und nach Vorarbeit von Andres Iniesta zum 1:1 und damit erstmals in seiner Karriere gegen Chelsea. Das Tor war nicht nur für Messis persönliche Bilanz wichtig. Es brachte Barcelona nach einem weitgehend farblosen Auftritt doch noch in eine komfortable Ausgangslage für das Rückspiel.

Denn zuvor schien Chelsea trotz viel weniger Spielanteilen zu einem durchaus verdienten Heimsieg zu gelangen. Während Barcelonas Monopolisierung des Balles mehr Selbstzweck als Spektakel war, agierten die Engländer sehr zielstrebig, wenn sie einmal zum Zuge kamen. Vor der Pause traf der Brasilianer Willian zweimal mit Distanzschüssen nur den Pfosten. In der 62. Minute passte sein Abschluss dann. Nach einem Corner zirkelte Willian den Ball aus 18 Metern flach um einen Verteidiger herum in die nahe Ecke.

Am Ende waren sie auf beiden Seiten mit dem Remis nicht unzufrieden. Barcelona wahrte die Ungeschlagenheit in Meisterschaft und Champions League und schoss das angestrebte Auswärtstor. Und Chelsea bewies trotz der Schwierigkeiten in dieser Saison, dass es den Top-Favoriten auf den Titel auf Augenhöhe begegnen kann. Diese Leistung wird womöglich auch dem angezählten Trainer Antonio Conte etwas ruhigere Tage bescheren.

Bayern München schaffte nach Anlaufschwierigkeiten den erwartet hohen Heimsieg gegen Besiktas Istanbul und steht nach dem 5:0 so gut wie in den Viertelfinals. Der dominante Auftritt des ohnehin schon hohen Favoriten wurde nach einer Viertelstunde begünstigt durch einen umstrittenen Platzverweis gegen Besiktas' Verteidiger Domagoj Vida. Das Foul des Kroaten gegen Robert Lewandowski war zwar unzweifelhaft, doch war mehr als fraglich, ob der Bayern-Stürmer den etwas weit vorgelegten Ball noch erreicht hätte, und ob deshalb die Bedingungen für eine Sanktion wegen Notbremse gegeben waren.

Mit einem Mann mehr setzten die Bayern zum Powerplay an, mussten sich aber bis kurz vor der Pause gedulden, bis der Bann gebrochen war. Thomas Müller traf nach Vorarbeit von Kingsley Coman und David Alaba zwischen den Beinen des zuvor exzellenten Torhüters Fabri hindurch. In den zweiten 45 Minuten erhöhten Coman, Müller und Lewandowski (2) innerhalb von 35 Minuten (53./66./79./88.) auf 5:0. Für den deutschen Nationalstürmer Müller war es die erste Doublette in der Champions League seit fast 28 Monaten.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 20. Februar 2018 22:37
aktualisiert: 21. Februar 2018 08:07