Anzeige
Bundesliga

Bayern dank Lewandowski auf Kurs

4. Oktober 2020, 21:28 Uhr
Die intensiven letzten Wochen haben auch bei der Übermannschaft aus München Spuren gelassen. Beim 4:3-Sieg gegen Hertha Berlin agiert Robert Lewandowski als Bayern-Rettungsanker.
Admir Mehmedi und Wolfsburg warten weiter auf den ersten Sieg in der Bundesliga.
© KEYSTONE/DPA/MARIUS BECKER

Als Jessic Ngankam zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit die Partie für Hertha Berlin zum zweiten Mal ausglich, war der Beweis erbracht, dass selbst die Bayern die intensive letzte Saison nicht kalt gelassen hat. Doch das Team von Hansi Flick hat selbst für solche Situationen einen Notfallplan. Er heisst Robert Lewandowski. Der 32-jährige Angreifer sorgte praktisch im Alleingang dafür, dass der Meister nach der 1:4-Niederlage gegen Hoffenheim in der Liga nicht die nächste Delle einfuhr. Dazu passte es, dass der Pole in der dritten Minute einen Foulpenalty zum 4:3 verwandelte, den er zuvor selber herausgeholt hatte.

Ein erstes Mal war Lewandowski in München fünf Minuten vor der Pause mit dem 1:0 auf den Plan getreten, das 2:0 erzielte er aus der Drehung kurz nach Wiederanpfiff. Es deutete alles auf einen gewöhnlichen Fussball-Abend in München hin, ehe den Bayern etwas der Schnauf ausging. Jhon Cordoba (59.) und der ehemalige Sittener Matheus Cunha (71.) nutzten die Münchener Schaffenspause zum 2:2, ein Aufwand der letztlich unbelohnt bleiben sollte. Dank Lewandowskis Effort bleiben die Bayern nur einen Punkt hinter der Spitze zurück.

Den Sprung auf den ersten Platz verpasste mit Augsburg ein anderes Team aus Bayern. In Wolfsburg endete die Partie des FCA in einem standesgemässen Remis 0:0. Nach einem 0:0 gegen Leverkusen zum Auftakt und einem 1:1 in Freiburg mussten sich auch die zuvor stets siegreichen Augsburger gegen den VfL mit einer Punkteteilung begnügen.

Letztlich werden sich die Gäste mit diesem torlosen Remis anfreunden können, weil Wolfsburg dem Sieg über 90 Minuten näher gestanden war. Zehn Minuten nach der Pause scheiterte etwa der Schweizer Internationale Admir Mehmedi mit seinem Abschluss aus wenigen Metern am hervorragend reagierenden Rafal Gikiewicz. Das Heimteam aus Wolfsburg agierte mit einer stark dezimierten Schweizer Fraktion. Während Kevin Mbabu weiterhin verletzt ausfällt, stand Renato Steffen wegen seiner Coronavirus-Erkrankung nicht zur Verfügung.

Quelle: sda
veröffentlicht: 4. Oktober 2020 20:35
aktualisiert: 4. Oktober 2020 21:28