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Sascha Ruefer

«Es ist nicht das Wunder von Bern, trotzdem hat es etwas davon»

1. Juli 2021, 21:31 Uhr
Beim historischen Sieg der Schweizer Fussball-Nati über Weltmeister Frankreich brachen bei SRF-Kommentator Sascha Ruefer alle Dämme. Sein Jubel sorgte am Tag darauf für Schlagzeilen. Wie er die entscheidenden Minuten selbst erlebte, erzählt der 49-Jährige im Interview.
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Quelle: PilatusToday

«Es hat niemand mehr daran geglaubt, ich auch nicht.» Trotzdem ist es passiert und die Schweiz steht im Viertelfinal der Euro 2020. An jenem schicksalhaften Abend führte Sascha Ruefer die Schweizer Fans vor den Bildschirmen durch die bis zum letzten Atemzug spannende Partie gegen die Franzosen. Auch wenn er die Bilder von Haris Seferovićs Anschlusstreffer, Mario Gavranovićs Ausgleich oder Yann Sommers gehaltenem Elfmeter Tage danach sieht, kann er sich kaum halten.

Respekt verschafft

«Irgendwie wird dieses Spiel Sportgeschichte schreiben», ist Sascha Ruefer überzeugt. Noch heute habe er Gänsehaut. «Es ist nicht das Wunder von Bern, trotzdem hat es etwas davon.» Wie viel Kraft die Schweizer Elf gegen den Turniermitfavoriten Spanien noch hat, weiss er nicht. Doch eines steht für ihn fest: Mit dem Sieg gegen die Franzosen hat sich die Nati Respekt verschafft, auch bei den Spaniern, die selbst nicht optimal ins Turnier gestartet sind. «Ich glaube, die Spanier sind eingeschüchtert und das Momentum ist auf Seiten der Schweizer.»

Highlights vom Achtelfinal

Die Kommentatoren aus der italienischen, der französischen und der deutschen Schweiz jubeln haltlos – anders klingt es im französischen Fernsehen. Den Kommentatoren ist der Frust anzuhören, dass «Les Bleus» bereits im Achtelfinale aus dem EM-Turnier ausscheiden.

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Quelle: FM1Today

Doch nicht nur nach dem Schlusspfiff wurde Ruefer emotional. Schon während des Spiels strapazierte der Kommentator seine Stimmbänder.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 1. Juli 2021 18:54
aktualisiert: 1. Juli 2021 21:31