Testspiel

FC St.Gallen hat keine Mühe gegen Lustenau

2. Juli 2022, 19:40 Uhr
Der FC St.Gallen gewinnt das Testspiel gegen den Bundesliga-Aufsteiger Austria Lustenau mit 4:0. Ohne die beiden Neuzugänge Emmanuel Latte Lath und Daouda Guindo, die noch auf die Spielberechtigung warten, sind die Ostschweizer die deutlich bessere Mannschaft. Die Tore fallen nach der Pause.
St.Gallens Isaac Schmidt setzt sich gegen einen Lustenauer durch.
© St.Galler Tagblatt / Manuel Nagel

Drei Tage nach dem 1:1 gegen Monaco und der Rückkehr aus Nizza am Donnerstag gelang dem FC St.Gallen während der ersten 45 Minuten ein insgesamt guter Auftritt, berichtet das «St.Galler Tagblatt». Die Mannschaft von Trainer Peter Zeidler dominierte den Gegner und fiel mit guten Balleroberungen auf. Was fehlte, waren die Tore.

Austria Lustenau machte es den Ostschweizern nicht leicht, sich Chancen zu erarbeiten. Der Bundesliga-Aufsteiger verteidigte phasenweise mit zehn Mann, wartete auf Fehler der Gäste und schaltete dann schnell um.

St.Gallen mit den besseren Chancen

Die besseren Möglichkeiten erspielten sich jedoch die St.Galler: Schon nach wenigen Minuten kam Captain Lukas Görtler zu einer Möglichkeit nach einem Freistoss, und wenig später setzte sich Alessio Besio gut durch. Danach dauerte es allerdings eine Weile, bis die Ostschweizer wieder gefährlich wurden. Nach einer halben Stunde setzte Görtler den Ball knapp über das Tor, in der 35. Minute scheiterte Julian von Moos knapp aus spitzem Winkel.

Dazwischen war das Spiel vor 1000 Zuschauerinnen und Zuschauern dahingeplätschert. Nachdem sich die Lustenauer gegen die angriffslustigen St.Galler zu Beginn nicht so richtig zu helfen gewusst hatten, bekamen sie den Gegner nach gut einer Viertelstunde etwas besser in den Griff. In der 17. Minute vergab Anderson Dos Santos Lustenaus grösste Chance in der ersten Halbzeit.

Ein Lustenauer kommt gegen Jordi Quintillà (Mitte) einen Schritt zu spät.

© St.Galler Tagblatt / Manuel Nagel

Basil Stillhart und Betim Fazliji bildeten St.Gallens Innenverteidigung. Leonidas Stergiou nahm vorerst auf der Ersatzbank Platz, Matej Maglica gehörte dem Aufgebot nicht an.

Erneut eine Chance von Beginn weg erhielt Christian Witzig. Der 21-Jährige aus dem eigenen Nachwuchs hat sich in dieser Vorbereitung in den Fokus gespielt. In Lustenau kam er links im Mittelfeld zum Einsatz. Allerdings lief über die rechte Seite mit Patrick Sutter und Görtler deutlich mehr.

Nach der Pause setzte Trainer Zeidler auf zehn neue Spieler. Nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff gelang es St.Gallen schliesslich, die Abwehr der Vorarlberger erstmals zu überwinden: Fabian Schubert erzielte nach einer schönen Flanke von Besio im Nachsetzen das 1:0 für die Gäste.

Kempter muss verletzt ausgewechselt werden

Eine Schrecksekunde dann wenig später: Nach einem Kopfball blieb Michael Kempter mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen. Möglicherweise hat sich der 27-jährige Verteidiger am linken Fuss verletzt und musste ausgewechselt werden. Kempter humpelte allerdings nicht, was darauf hindeuten könnte, dass die Verletzung nicht allzu gravierend ist.

In der 69. Minute gelang St.Gallen schliesslich das 2:0. Alessandro Kräuchi, der mehr als ein Jahr verletzt ausgefallen war, traf nach einem wunderbaren Pass von Victor Ruiz aus spitzem Winkel von rechts zum 2:0. Kurz vor dem Spielende verschuldete Lustenaus Torhüter mit einem Foul an Jérémy Guillemenot einen Penalty, den Ruiz souverän zum 3:0 verwertete. Den Schlusspunkt setzte Guillemenot, der nach einer Vorlage von Nicolas Lüchinger auf 4:0 erhöhte.

Es ist ein gemessen an den Spielanteilen verdientes Resultat. St.Gallen war auch nach der Pause und trotz der vielen Wechsel die bessere, initiativere Mannschaft, der doch einige gute Offensivaktionen gelangen. Lustenau blieb über weite Strecken ziemlich harmlos.

Das letzte Testspiel vor dem Saisonstart bestreiten die Ostschweizer am kommenden Samstag in Schruns. Sie treffen dabei auf den deutschen Bundesligaverein Freiburg. Die Meisterschaft beginnt eine Woche später mit dem Auswärtsspiel gegen Servette.

Quelle: St.Galler Tagblatt / Patricia Loher
veröffentlicht: 2. Juli 2022 19:40
aktualisiert: 2. Juli 2022 19:40
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