Women's Euro 2022

Fünf Gründe, warum die Frauen-EM dieses Jahr besser ist als die Männer-WM

Sven Lenzi, 21. Juni 2022, 11:51 Uhr
Die Verlegung der WM 2022 nach Katar im Winter sorgt schon länger für Diskussionen. Doch warum nicht einfach die EM feiern, statt sich über die WM zu nerven?
Die EM der Frauen ist neben der WM der Männer das grösste Fussballturnier 2022
© Keystone

1. Die Ticketpreise

Wer sich beispielsweise ein Ticket für das erste Spiel der Schweizerinnen gegen Portugal ergattern will, zahlt schlappe zehn Pfund und damit den Preis von zwei Bechern Bier. Eintrittskarten für die WM der Männer in Katar sind mit 60 Franken sechs mal so teuer und auch schwierig zu erhalten: Dazu braucht es einen Antrag auf der Fifa-Website, bei dem man mit Glück das Recht erhält, den Eintritt zu kaufen. Noch grösser wird der Unterschied beim Finale. Während beim WM-Finale nichts unter 550 Franken geht, kommt man bei der EM bereits ab 60 Franken in den Genuss des Endspiels. Und wenn man sich als Fussballfan dann tatsächlich dafür entscheidet, die Spiele live vor Ort anzuschauen, ist der 1000 Kilometer lange Reiseweg nach London deutlicher angenehmer im Vergleich zu den knapp 6000 Kilometern, die man zurücklegen muss, um nach Doha zu gelangen.

2. Der Modus 

An der EM der Frauen nehmen 16 Nationen teil statt wie an der WM 32. Die Besten der Besten also! Damit gehen natürlich auch ansprechendere Spiele einher. An der EM gibt's den Knüller Frankreich gegen Italien bereits in der Gruppenphase, an der WM muss man sich mit Spielen wie Wales gegen Iran begnügen.

3. Das Bier

Während die Herrscherfamilie von Katar ein gänzliches Alkoholverbot an der WM anstrebt, wird es in England mit den dortigen Pubs wohl kaum am Lieblingsgetränk der Fussballfans mangeln. Bier gibt es in Katar normalerweise nur in Hotel-Bars und Restaurants, in England liegt der jährliche Bierkonsum bei durchschnittlich 61 Litern pro Kopf.

4. Das Gastgeberland

Mit England veranstaltet das Mutterland des Fussballs die Frauen-EM in diesem Sommer, mehr Fussballromantik geht nicht! Im Gegensatz dazu wird Fussball in Katar nicht wirklich zelebriert. Sinnbildlich dafür steht die Nationalmannschaft von Katar auf Platz 51 des Fifa-Rankings.

5. Der Zeitpunkt

Zu guter Letzt gehört der Sommer einfach zu einem Fussballturnier. Der Winter ist für Ski-Alpin-Klassiker wie die Lauberhorn-Abfahrt reserviert. Denn wann ist das Feeling für ein richtiges Fussball-Sommer-Turnier grösser als in dem Moment, wenn man an einem Grümpelturnier gemeinsam vor der Leinwand mitfiebern kann?

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 21. Juni 2022 09:58
aktualisiert: 21. Juni 2022 11:51
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