Lausanne - GC ist für einmal der Schlagermatch

25. Oktober 2017, 08:04 Uhr
Trainer Fabio Celestini hat Lausanne vorangebracht
© KEYSTONE/LAURENT GILLIERON
In den Cup-Achtelfinals sind noch neun Super-League-Klubs vertreten. Die Auslosung musste ein Duell unter Teams der obersten Liga ergeben. Dieser Match ist Lausanne - GC und findet am Mittwoch statt. Lausanne - GC ist auf seine Art ein Spitzenkampf.

Nur diese beiden Mannschaften haben keines der letzten sieben Spiele in der Meisterschaft verloren. Die Zürcher blieben zuletzt sogar achtmal in Serie unbesiegt. Als müssten sie sich unmittelbar vor dem Cupduell gegenseitig imponieren, gewannen sie die Super-League-Spiele vom vergangenen Wochenende auf mehr als überzeugende Weise. Die Grasshoppers fertigten den FCZ im Derby mit 4:0 ab, die Waadtländer kehrten ebenfalls mit einem 4:0 aus St. Gallen zurück.

Die Trainer haben einen grossen Anteil am Höhenflug ihrer Teams. Fabio Celestini, ein innovativer Tüftler ähnlich wie Lucien Favre, hat den dauerhaften Erfolg gefunden, seit er von der Klubführung angehalten wurde, die Spieler mit seinen Ideen und Visionen nicht zu überfordern. Auf der Basis der konsequent angewendeten Dreier- respektive Fünferabwehr sind die Waadtländer unbesiegt. Mit dem 2:1 gegen die Young Boys beendeten sie auch die Serie von 18 sieglosen Super-League-Heimspielen. Für GC zügelte Murat Yakin den Erfolg von Schaffhausen nach Zürich. Für den Mittwoch ist alles angerichtet für eine packende Partie zwischen zwei Mannschaften in Hochform.

Der FC Basel entledigt sich der Aufgaben im Cup gegen Unterklassige in der Regel souverän. Die Ausnahme war der Viertelfinal der Saison 2010/11, den die Basler beim damaligen Challenge-League-Klub Biel 1:3 verloren. Für den Mittwochabend stehen die Chancen des Challenge-League-Neulings Rapperswil-Jona noch umso schlechter, als die Basler zuletzt sowohl in der Meisterschaft als auch in der Champions League ausgezeichnet in Fahrt gekommen sind.

Einen besonderen Reiz hat der Match zwischen den ungleichen Nachbarn Münsingen und YB. Der FC Münsingen ist in Anbetracht seiner beschränkten Mittel erfolgreich und rührig. Er hat unter anderen die Brüder Roman und Marco Bürki, Michael Frey und den heutigen YB-Sportdirektor Christoph Spycher herausgebracht.

Der FC Münsingen ist auch Kurt Feuz. Der frühere Eisenfuss des FC St. Gallen und der Young Boys hat in Münsingen seine 33. Saison als Trainer in Angriff genommen. Nur die Saison 1996/97, als er den FC Biel trainierte, unterbrach das bemerkenswerte Engagement des mittlerweile 65-Jährigen im Aaretal. Verglichen mit dem gebürtigen Solothurner waren Helmut Benthaus, Thomas Schaaf oder Alex Ferguson fast schon Job-Hopper.

Am Volksfest in Münsingen wird das Gewissen vieler Zuschauer auf die Probe gestellt werden. Gerade aus dem Aaretal erfahren die Young Boys jahraus, jahrein grossen Zuspruch. Am Samstagnachmittag feuern die dortigen Fans auf dem Sportplatz Sandreutenen jeweils die Münsinger an, am Abend oder am Sonntag tun sie das Gleiche für YB im Stade de Suisse.

Im einem weiteren Achtelfinal vom Mittwoch empfängt Stade Nyonnais, der Leader der Promotion League, den FC Thun.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 25. Oktober 2017 04:00
aktualisiert: 25. Oktober 2017 08:04