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Super League

Lausanne-Sport: Mit neuem Stadion in eine neue Ära

29. November 2020, 06:46 Uhr
Hinter verschlossenen Türen eröffnet Lausanne-Sport am Sonntag gegen die Young Boys sein neues Stadion. Der Einzug ins Stade de la Tuilière soll beim Ineos-Klub den Beginn einer Ära markieren.
Das neue Lausanner Stadion-Prunkstück ist bezugsfertig
© KEYSTONE/LAURENT GILLIERON

Angesichts der besonderen Corona-Umstände ist es ein diskreter Umzug. Es sei mehr ein Eröffnungs- denn ein Einweihungsspiel, sagt Patrice Iseli, der in der Stadt für die sportlichen Belange zuständig ist. «Die richtige Einweihung wird dann sein, wenn wir das Stadion mit Menschen füllen und den Moment in festlicher Weise teilen können», verspricht Vincent Steinmann, der Marketingchef des Klubs.

Die immense Bedeutung des neuen Stadions für den Klub, der während fast der Hälfte der Historie auf der Pontaise beheimatet war, bleibt die gleiche. «Für den Verein ändert dieser Schritt alles», sagt Vincent Steinmann. 66 Jahre alt ist die Pontaise. «Sie hat 20 Jahre zu lange gelebt und ist ungeeignet geworden.» Ungeeignet war alte Pontaise auch deshalb geworden, weil der Klub 2017 mit der Übernahme durch den Chemiekonzern Ineos in die Ära der Moderne eingetreten ist.

Der schmucke Neubau, der in der Meisterschaft Platz für 12'544 Zuschauer bietet, steht auch für das Wachstumsziel. Das in drei Jahren realisierte Projekt, das durch den Lockdown im Frühling nicht wie geplant zum Saisonbeginn bezugsbereit war, hatte seine Kosten. 80 Millionen Franken allein für das Stadion schoss die Stadt ein, fünf Millionen davon übernahm der Kanton Waadt, einen unbekannten Betrag Ineos. Die Stadt wird die Tuilière auch für andere grössere Anlässe nutzen, Ineos und der Klub sicherten sich indes ein Betriebsmandat für 15 Jahre.

Die Tuilière («die Ziegelbrennerin»), auf der ein riesiges Klublogo prangt und deren Sitze in Blau und Weiss gehalten sind, soll Lausanne-Sport dauerhaft auf ein neues Level heben. «Wir können mindestens zehnmal mehr Einkommen erzielen als auf der Pontaise, insbesondere durch Ticketing und Hospitality sowie dank der zusätzlichen Attraktivität», sagt Steinmann.

Die neue Spielstätte liegt rund einen Kilometer nördlich der bisherigen und damit etwas peripherer. Auf der vor der WM 1954 erbauten Pontaise trägt fortan nur noch Lausanne-Ouchy seine Heimspiele aus, vorderhand bis 2026. Der Challenge-League-Klub vom Seeufer empfängt seine Gegner bereits seit Anfang Saison auf der Pontaise.

FCB gastiert im Tessin

Am Sonntag stehen nur zwei statt drei Partien auf dem Programm. Während die Young Boys bei Lausannes Stadioneröffnung weilen, gastiert der nur auf Platz 5 liegende FC Basel bei der bisherigen Überraschungsmannschaft Lugano.

Die Partie im Letzigrund zwischen dem unter Massimo Rizzo noch ungeschlagenen FCZ gegen St. Gallen kann nicht stattfinden. Nachdem zwei weitere Spieler der Ostschweizer positiv getestet worden waren, stellte das St. Galler Kantonsarztamt die gesamte Mannschaft unter Quarantäne. Wann das Spiel der 9. Runde nachgeholt wird, ist offen

Quelle: sda
veröffentlicht: 29. November 2020 05:05
aktualisiert: 29. November 2020 06:46