Super League

Thun lange stabil – und am Schluss überfordert

16. Juli 2020, 06:43 Uhr
Die Thuner feierten Nias Heftis erstes Tor in der Super League.
© KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Golay
In seinem fünften Auswärtsspiel nach der Corona-Pause erringt der FC Thun den ersten Punkt. Die Thuner erreichen in Lugano ein 1:1.

Das 0:1 erzielte nach 55 Minuten der als grosses Talent gehandelte 20-jährige Flügelspieler Nias Hefti. Ein grosser Anteil kam dem Vorbereiter Miguel Castroman zu, der den Pass auf Hefti im Strafraum geschickt verzögerte. Bis in die Schlussphase hatten die Thuner das Geschehen im Griff, aber dann verloren sie die Übersicht. Nach 87 Minuten traf Luganos Stürmer Alexander Gerndt aus sechs Metern die Unterkante der Latte. Zwei Minuten später taten sich zwei eingewechselte Spieler für den nunmehr verdienten Ausgleich zusammen: Christopher Lungoyi setzte sich auf der rechten Seite durch, und Stefano Guidotti verwertete die flache Hereingabe.

Die Thuner hatten ihre vier Auswärtsspiele seit der Wiederaufnahme der Meisterschaft allesamt verloren. Die Aufgaben in St. Gallen, Luzern und Bern waren allerdings nicht die leichtesten. In Lugano trat die Mannschaft von Trainer Marc Schneider sehr gefestigt auf. In der ersten Halbzeit gestanden die Berner Oberländer den Tessinern, die keines ihrer vorangegangenen acht Heimspiele verloren hatten, keine einzige Torchance zu. Auf der andern Seite musste Luganos ungarischer Verteidiger Akos Kecskes einen Abschlussversuch von Nikki Havenaar auf der Linie abwehren.

Den Tessinern gelang es nach dem Rückstand längere Zeit nicht, den Gegner unter einen hohen Druck zu setzen. Die Stürmer Alexander Gerndt und Rangelo Janga kamen kaum zum Zug. Dies änderte sich in den letzten zehn Minuten gehörig. Nach dem Gezeigten war die Punkteteilung gerecht.

Quelle: sda
veröffentlicht: 15. Juli 2020 22:50
aktualisiert: 16. Juli 2020 06:43