Anzeige

GC und FCZ teilen die Punkte

6. April 2019, 22:20 Uhr
GC schöpft im Derby gegen den FCZ ohne zu gewinnen neuen Mut. Das Spiel mit Chancen auf den Sieg für beide Seiten geht 1:1 aus, der Rückstand des Tabellenletzten verringert sich um einen Punkt. Der FC Zürich war in der ersten Hälfte drückend und verpasste das 2:0 durch einen Pfostenschuss.
Marco Djuricin (links) im Luftduell mit Umaru Bangura
© KEYSTONE/ENNIO LEANZA

Den Grasshoppers gehörte die zweite Halbzeit, wobei Marco Djuricin den Sieg alleine vor Yanick Brecher auf dem Fuss hatte. Das 1:1 im 274. Zürcher Derby, das aufgrund der angespannten sportlichen Situation zusätzlich an Brisanz gewonnen hatte, war also gerecht. Es verhinderte vorerst, dass die zweitschlechteste Mannschaft der Rückrunde, der FCZ, in den Abstiegskampf geriet. Und es half der schlechtesten Mannschaft, den Grasshoppers, den Rückstand auf Neuchâtel Xamax zumindest minim zu verringern. Weil die Neuenburger zuhause gegen St. Gallen 0:1 verloren, liegt GC nach dem dritten Unentschieden in Folge noch fünf Punkte hinter dem Tabellenvorletzten.

Begonnen hatte das Spiel für die Grasshoppers, bei denen Trainer Tomislav Stipic auf den offensiven Aussenbahnen nach wie vor den noch nicht richtig angekommenen Yoric Ravet und Caiuby das Vertrauen schenkte, wenig verheissungsvoll. Der FCZ mit Lewan Charabadse in einer überraschend offensiven Position war überwiegend am Drücker, und auf relativ simple Weise liessen die Hoppers nach einer halben Stunde das 0:1 zu. Nach einem Abstoss von Heinz Lindner konnte Grégory Sertic den Ball im Mittelfeld unbedrängt zu Charabadse köpfeln, der sah, dass Assan Ceesay vorne viel Platz hatte. Den Steilpass des Georgiers verwertete Ceesay mit einem strammen Schuss aus 17 Metern via Innenpfosten. Wenig später hätte Joel Untersee fast auf 2:0 erhöht für den FCZ. Der Abschluss nach einem weiten Einwurf prallte aber diesmal vom Innenpfosten nach schräg vorne weg.

Das Unentschieden war letztlich dennoch gerecht, weil sich GC nach dem Seitenwechsel markant steigerte. Schon in der 48. Minute schlug sich das auf der Ergebnistafel nieder, wobei GC beim Ausgleichstreffer von Yoric Ravet nicht nur deshalb einiges Glück für sich beanspruchte, weil der Torschütze den Ball mit dem Rücken irgendwie über die Linie spedierte. FCZ-Verteidiger Hekuran Kryeziu hatte die Flanke von Petar Pusic nur deshalb entscheidend verlängert, weil er von Djuricin beeinflusst wurde, der sich in einer Abseitsstellung befand.

Hinterher fand Ravet wohl auch wegen der verpassten Grosschance von Djuricin in der 73. Minute - der Österreicher blieb alleine vor Brecher hängen, weil Letzterer den Winkel gut verkürzte -, dass «ein Punkt ein bisschen zu wenig» ist. Mit dem selben Gefühl verliessen aber auch die Gegenspieler den Platz. Ravet sah aber auch das Positive: «Die Mentalität war gut, und wir haben nun mehr Qualität auf dem Platz.» Tatsächlich waren die Grasshoppers zuletzt nur noch schwer zu schlagen. Mit dem Gewinnen tun sie sich aber nach wie vor schwer. Noch immer datiert der letzte Sieg vom 25. November letzten Jahres.

Grasshoppers - Zürich 1:1 (0:1)

12'700 Zuschauer. - SR Erlachner. - Tore: 30. Ceesay (Charabadse) 0:1. 48. Ravet (Pusic) 1:1.

Grasshoppers: Lindner; Cvetkovic, Nathan, Zesiger, Pusic; Kamber; Ravet (71. Lika), Nedim Bajrami (46. Taipi), Mergim Bajrami (86. Diani), Caiuby; Djuricin.

Zürich: Brecher; Untersee, Mirlind Kryeziu, Bangura, Pa Modou; Sertic (41. Hekuran Kryeziu), Rüegg; Khelifi, Domgjoni (85. Marchesano), Charabadse; Ceesay.

Bemerkungen: Grasshoppers ohne Sigurjonsson, Basic, Arigoni und Kastrati (alle verletzt). Zürich ohne Maxsö (Winter, Guenouche, Odey, Aliu und Kololli (alle verletzt). 37. Pfostenschuss Untersee. Verwarnungen: 33. Kamber (Foul). 33. Khelifi (Unsportlichkeit). 61. Bangura (Foul). 90. Hekuran Kryeziu (Foul).

Ein weiteres Resultat vom Samstag: Neuchâtel Xamax - St. Gallen 0:1 (0:0).

Rangliste: 1. Young Boys 26/69 (70:25). 2. Basel 27/51 (51:38). 3. Thun 27/38 (51:42). 4. St. Gallen 28/35 (40:49). 5. Zürich 28/34 (36:40). 6. Luzern 26/33 (39:45). 7. Sion 26/32 (39:41). 8. Lugano 27/32 (37:40). 9. Neuchâtel Xamax FCS 28/26 (36:56). 10. Grasshoppers 27/21 (26:49).

Quelle: SDA
veröffentlicht: 6. April 2019 21:20
aktualisiert: 6. April 2019 22:20