Wechseltheater

Manchester United stellt Cristiano Ronaldo vom Training frei

Lothar Lechner Bazzanella, 5. Juli 2022, 16:47 Uhr
Das Theater um den portugiesischen Fussball-Star Cristiano Ronaldo und seinen derzeitigen Verein Manchester United geht weiter: Schon zum zweiten Mal in Folge ist Ronaldo nicht zum Training erschienen und befeuert damit Spekulationen um einen vorzeitigen Abschied.

Der portugiesische Topstürmer Cristiano Ronaldo erscheint den zweiten Tag in Folge nicht zum Training beim englischen Club Manchester United. Wie der Club auf der Vereinswebsite mitteilte, wurde Ronaldo wegen «familiärer Gründe» vom Training freigestellt. Wann der 37-Jährige in Manchester zurückerwartet wird, ist unklar. Er soll sich derzeit in Portugal aufhalten.

Der neue Manchester-Trainer Erik ten Hag muss vorerst auf Ronaldo im Training verzichten. 

© KEYSTONE/EPA ANP/MAURICE VAN STEEN

In den vergangenen Wochen nahmen die Wechselgerüchte um Ronaldo zu. Die neuesten Meldungen werden die Spekulationen weiter befeuern. Angeblich ist Ronaldo unzufrieden damit, dass Manchester United in der kommenden Saison nicht in der Champions League spielt und strebt deshalb nur ein Jahr nach seiner Rückkehr zu den Red Devils einen Wechsel an. Dem Vernehmen nach schliesst der Klub einen vorzeitigen Abschied Ronaldos bislang jedoch aus.

Ronaldo zu Barcelona?

Zu den heissesten Kandidaten führen einen möglichen Wechsel von Ronaldo zählen gleich mehrere europäische Spitzenclubs. So schreibt "Skyport", dass ein Transfer zum FC Barcelona im Raum stehe. Ronaldos Berater Jorge Mendes soll sich mit Barca-Präsident Laporta getroffen haben. Ein solcher Wechsel würde für ordentlich Zündstoff sorgen, war Ronaldo ja jahrelang Superstar bei Real Madrid, dem Erzrivalen von Barca.

Ob die wirtschaftlich mehr als angeschlagenen Katalanen jedoch den Gehalt von Ronaldo stemmen könnten, ist ungewiss. So soll dieser bis zu 15 Millionen Euro jährlich fordern; für Barcelona gerade derzeit kaum finanzierbar. Ohne ein Entgegenkommen Ronaldos könnte ein Transfer also schwierig sein.

«Ronaldo zu Bayern wäre sexy!»

Auf genau solch ein Entgegenkommen hofft scheinbar auch der FC Bayern München. Mehrere deutsche Medien berichten, dass sich der Rekordmeister aus München tatsächlich mit einem möglichen Transfer von Cristiano auseinandersetzt. Da deren Topstürmer Lewandowski erklärt hat, den Club auf Biegen und Brechen verlassen zu wollen, suchen die Bayern nach Alternativen. Aber auch hier gilt: Der Knackpunkt ist der Gehalt.

FC-Bayern-Legende Lothar Matthäus hat sich am Sonntag für einen Transfer Ronaldos nach München ausgesprochen. In seiner Sky-Kolumne schreibt er: «Ronaldo zu Bayern wäre sexy! Zumindest sollte man die Optionen durchdenken und einmal durchspielen.» Zwar wäre es kein Transfer mit Blick auf die Zukunft, doch sei er immer noch ein „überragender Torjäger“, so Matthäus.

Englischer Topclub mit neuer Kaufkraft

Der dritte grosse Club, der seine Finger nach Ronaldo ausstrecken könnte, wäre wohl der FC Chelsea. Nachdem Clubbesitzer und Oligarch Abramowitsch den Verein verlassen musste, ist der Club aus London in neuen – finanziell durchaus starken – Händen. Denn auch hier sucht man händeringend eine Tormaschine.

Romelu Lukaku zieht es nämlich vermutlich per Leihe zurück nach Inter Mailand und auch Chelsea-Sturmpartner Timo Werner soll mit einem Wechsel liebäugeln. Ob sich Cristiano einen Wechsel zu den Blues vorstellen könnte, ist jedoch fraglich. Eines ist klar: Ob der 37-Jährige am Ende tatsächlich bei einem weiteren grossen Verein auf Torjagd gehen darf, wird in den kommenden Tagen weiterhin für Schlagzeilen sorgen.

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 5. Juli 2022 12:41
aktualisiert: 5. Juli 2022 16:47
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