Formel E

Happige Zeitstrafe kostet Buemi Punkte

18. Januar 2020, 21:47 Uhr
Sébastien Buemi wartet in dieser Formel-E-Saison weiterhin auf die ersten Punkte. (Archivbild)
© KEYSTONE/ANTHONY ANEX
Auch nach dem dritten Rennen der Formel-E-Saison steht Sébastien Buemi ohne Punkte da. Der 31-jährige Waadtländer wird in Santiago de Chile nach einer happigen Zeitstrafe nur 13.

Da Nico Müller als bester Schweizer Elfter wurde, ging das Schweizer Quartett in Chile gänzlich leer aus.

Der 13-fache Rennsieger Sébastien Buemi - keiner hat in der benzinfreien Serie so oft gewonnen wie er - war nach dem unglücklichen und missratenen Saisondebüt in Saudi-Arabien nahe daran, wenigstens den einen oder anderen Punkt und für die Fortsetzung der Saison Zuversicht zu holen. Eine Strafe von fünf Sekunden wurde von der Jury jedoch nachträglich in eine solche von 30 Sekunden umgewandelt, sodass Buemi deutlich aus den Punkterängen herausfiel.

Das Rennen selbst war für Buemi ein Auf und Ab. Die Erwartungen waren recht hoch gewesen, zumal er im Qualifying den 6. Startplatz herausgefahren hatte. Aber bereits in den ersten Kurven liess sich Buemi um zwei Positionen zurückdrängen, und schon bald musste er sich in dem 45-minütigen Rennen auf den Kampf um den 10. Platz konzentrieren, der ihm einen Punkt eingebracht hätte. Als er sich auf den 7. Platz verbessert hatte, kosteten ihn die Strafen in zwei Etappen sechs Ränge.

Lange Zeit schien es, als würde erneut Edoardo Mortara für die Schweizer Fahrer die Kohlen aus dem Feuer holen. Der italienisch-schweizerische Doppelbürger, aus der 8. Position gestartet, fuhr zeitweilig an 3. Stelle, bevor er kurz vor dem Ende des 45-minütigen Rennens - wie früh im Rennen auch Neel Jani - wegen eines Defekts ausfiel. In den beiden Rennen im November im saudiarabischen Diriyya hatte Mortara mit den Rängen 7 und 4 als einziger Schweizer Punkte geholt.

Der 22-jährige Deutsche Maximilian Günther errang seinen ersten Triumph in der Formel E. Im Finish hielt er sich in einem packenden Duell den Portugiesen Antonio Félix da Costa vom Leib. In der Gesamtwertung übernahm der Formel-1-erprobte Belgier Stoffen Vandoorne die Spitze.

Quelle: sda
veröffentlicht: 18. Januar 2020 21:45
aktualisiert: 18. Januar 2020 21:47