Eishockey

Niederlagenserie von Meister Bern reisst nicht ab

29. September 2019, 07:11 Uhr
Zugs Goalie Leonardo Genoni behält den Überblick und feiert gegen seine Ex-Teamkollegen einen Heimsieg
Zugs Goalie Leonardo Genoni behält den Überblick und feiert gegen seine Ex-Teamkollegen einen Heimsieg
© KEYSTONE/URS FLUEELER
Der SC Bern verliert in Zug mit 2:5 - und damit zum fünften Mal in Folge. Das Aufbäumen der Berner kommt viel zu spät.

Nach sieben Spielen bereits die grosse Krise auszurufen, wäre selbstverständlich noch sehr verfrüht. Nach zwei Siegen zum Saisonauftakt durchläuft der SC Bern aber in kapitale Baisse. Erstmals seit Januar 2016 verlor der Schweizer Meister in der National League fünf Spiele in Serie.

Zug revanchierte sich mit dem Sieg für die Niederlage im letztjährigen Playoff-Final und gewann nach vier Niederlagen erstmals wieder gegen den SCB. Einen gelungenen Auftritt hatte Goalie Leonardo Genoni, der nach drei Saisons in Bern in die Zentralschweiz gewechselt hatte. Beim frühen 1:0 durch Jérôme Bachofner in der 6. Minute liess er sich einen Assist gutschreiben.

Lino Martschini erhöhte noch vor dem Ende des ersten Drittels mit einem Penalty auf 2:0, Carl Klingberg und nochmals Martschini im mittleren Abschnitt auf 4:0. Erst in den letzten 20 Minuten fand der SCB aus seinem Tiefschlaf und machte plötzlich viel Druck auf das Tor von Genoni, mehr als die Resultatkosmeik mit zwei Toren lag jedoch nicht mehr drin.

Panik ist für Bern noch keine angesagt. 2016 unter Coach Lars Leuenberger gab es sogar einmal sieben Pleiten in Serie, am Ende zitterte sich der SCB aber in die Playoffs - und stürmte überraschend zum Titel. Diesmal möchten sie aber wohl kaum bis zum letzten Spieltag um die Qualifikation zittern.

Telegramm:

Zug - Bern 5:2 (2:0, 2:0, 1:2)

7200 Zuschauer (ausverkauft). - SR Wiegand/Urban, Kovacs/Cattaneo. - Tore: 6. Bachofner (Simion, Genoni) 1:0. 17. Martschini (Penalty) 2:0. 35. Klingberg (Kovar, Hofmann) 3:0. 37. Martschini (Thorell, Zryd) 4:0. 49. Untersander (Berger) 4:1. 53. Scherwey (Praplan/Ausschluss Morant) 4:2. 60. (59:54) Hofmann (Kovar, Diaz/Ausschlüsse Moser, Ebbett) 5:2. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Zug, 7mal 2 Minuten plus Spieldauer (Andersson) gegen Bern. - PostFinance-Topskorer: Hofmann; Arcobello.

Zug: Genoni; Diaz, Stadler; Schlumpf, Alatalo; Morant, Zgraggen; Thiry, Zryd; Klingberg, Kovar, Hofmann; Martschini, McIntyre, Thorell; Simion, Senteler, Bachofner; Leuenberger, Albrecht, Zehnder.

Bern: Caminada; Untersander, Blum; Andersson, Koivisto; Burren, Beat Gerber; Krueger, Colin Gerber; Rüfenacht, Arcobello, Moser; Praplan, Mursak, Ebbett; Sciaroni, Heim, Scherwey; Grassi, Bieber, Berger.

Bemerkungen: Zug ohne Lindberg (gesperrt) und Schnyder, Bern ohne Kämpf (beide verletzt). Senteler verletzt ausgeschieden (30.). Bern von 57:38 bis 58:41 ohne Torhüter.

Quelle: sda
veröffentlicht: 28. September 2019 22:25
aktualisiert: 29. September 2019 07:11