Schweizer Skispringer beim Weltcupauftakt auf Platz 7

18. November 2017, 19:00 Uhr
Simon Ammann überzeugte beim Weltcupauftakt in Wisla, Polen noch nicht - dennoch erreichten die Schweizer Skispringer ihr primäres Ziel
Simon Ammann überzeugte beim Weltcupauftakt in Wisla, Polen noch nicht - dennoch erreichten die Schweizer Skispringer ihr primäres Ziel
© KEYSTONE/EPA PAP/ANDRZEJ GRYGIEL
Beim Weltcup-Auftakt der Skispringer in Wisla (POL) qualifiziert sich das Schweizer Team um Simon Ammann für den Finaldurchgang und beendet den Mannschafts-Event auf Platz 7. Vor dem Wettkampf hatten sich die Schweizer die Qualifikation für den Finaldurchgang der besten acht Teams zum Ziel gesetzt.

Für einen 7. Schlussrang hätten sie unterschrieben - schliesslich waren sie in den letzten acht Jahren, seit einem 6. Platz Ende November 2009 in Kuusamo, nie mehr besser klassiert.

Am Ende hüpften die Schweizer dennoch nicht vor Freude. Die Finalqualifikation geriet zur Selbstverständlichkeit, weil bei drei Gegnern (Finnland, Tschechien, Kasachstan) ein Springer wegen unkorrekter Ausrüstung disqualifiziert wurde. Schon vor dem zweiten Durchgang lagen die Schweizer 50 und mehr Punkte hinter den ersten sechs Teams zurück. Am Ende betrug der Rückstand auf die Slowenen (6.) 78,4 Punkte.

Simon Ammann, Teamleader seit fast 20 Jahren, gelang der Start in die neue Saison nicht wunschgemäss. Ammann setzte sich 18er-Noten zum Ziel. Er könne einen normalen Sprung gut landen, hatte er diese Woche versprochen. Den Beweis blieb Ammann zumindest im ersten Durchgang schuldig.

Stilnoten erhielt Ammann in der Bandbreite von 13,5 (schlechteste Note im 1. Durchgang) bis 17,0 (beste Bewertung des zweiten Sprungs). Im ersten Durchgang steuerte der 36-jährige Toggenburger fürs Schweizer Team die wenigsten Punkte bei. Im zweiten Durchgang steigerte sich Ammann auf 116,5 m. Zu den besten Akteuren fehlten Ammann am Samstag rund 14 m.

Aber immerhin Ammann ist immer noch mit von der Partie. Vor acht Jahren schaffte das Schweizer Team mit dem seither nicht mehr erreichten 6. Platz von Kuusamo die halbe Olympia-Qualifikation. Aus dem damaligen Team sind Rémi Français und Pascal Egloff, die damals debütierten, bereits wieder von der Bildfläche verschwunden. Und Andreas Küttel gehört seit dieser Saison dem Trainerstab an.

Für die Olympiaqualifikation spielt das Teamspringen diesmal keine Rolle. Die Schweizer müssen sich über Einzelergebnisse für die Winterspiele in Pyeongchang qualifizieren. Eine erste Chance bietet sich am Sonntag.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 18. November 2017 17:56
aktualisiert: 18. November 2017 19:00