St.Galler kämpft sich durch Ninja Warrior

Fabienne Engbers, 21. September 2017, 12:16 Uhr
Michael Rindisbacher ist täglich auf einem Street-Workout-Platz in St.Gallen anzutreffen. Auf dem Platz, den er mitentworfen hat, stählt er seine Muskeln. Diese haben ihn in der TV-Sendung «Ninja Warrior» weit gebracht.

Seit er 16 Jahre alt ist, trainiert Michael Rindisbacher fünf bis sechs Mal die Woche. Alles, was er dazu braucht, sind ein paar Stangen, Mauern, oder einen Spielplatz. Mit seinem Bruder Roman und einem Freund hat er unter dem Verein Street Workout Trainingsplätze in der ganzen Schweiz initiiert. Dank diesem Training hat es der St.Galler nun in der RTL-Sendung «Ninja Warrior» bis ins Halbfinale geschafft.

«Es war das Einzige, das wir schauen konnten»

Michael hat sich zusammen mit seinem Bruder Roman für die Sendung angemeldet. Aus rund 13'000 Bewerbern wurden sie ausgewählt, um mit 348 anderen Teilnehmern den Parcour zu meistern.

Auf die Idee gekommen sind die beiden auf Reisen. «Als es uns langweilig war, haben wir im Hotelzimmer fern geschaut. Wegen der Sprache war das Einzige, das wir schauen konnten, ‹Ninja Warrior›. Als ich zurück gekommen bin, habe ich geschaut, wo es das bei uns gibt und Roman und ich haben uns angemeldet», sagt der 31-jährige Michael.

«Unser Training ist optimal»

Auf die Sendung vorbereiten konnten sich die Rindisbachers nicht wirklich. «Wir wussten ungefähr, was uns erwartet, aber ein spezifisches Training gab es nicht.» Grundsätzlich sei ihr Training an den Street Workout Geräten aber sowieso optimal. «Wir arbeiten mit unserem eigenen Körpergewicht wie im Parcour. Ausserdem braucht es Kraft in allen Muskeln und viel Greifkraft. Diese üben wir ebenfalls automatisch, wenn wir Klimmzüge und Ähnliches machen.» Ein zusätzliches Training brauchte es also nicht.

«Wollte zeigen, was ich kann»

Dass es Michael Rindisbacher als einer von 56 Teilnehmern aus 13'000 ins Halbfinale schafft, hätte er nicht gedacht. «Ich wollte einfach zeigen, was ich kann und habe mein Bestes gegeben. Es ist mir sehr gut gelaufen und es ist halt wirklich das, was wir schon immer machen, von Stange zu Stange zu springen.» Am 24. September tritt er auf RTL im Halbfinale nochmals an, bevor es im Finale dann um alles geht. Ob er das Halbfinale übersteht, wird noch nicht verraten.

«Wollen wieder mitmachen»

Michael und sein Bruder Roman hatten Spass bei Ninja Warrior. «Es ist ein toller Event, mit dem ganzen Publikum und den Kameras. Wenn man die Sendung schaut, denkt man, das Eine oder Andere schafft man, aber wenn man dort ist, ist alles anders, als man es sich vorstellt.» Der Parcour sei sehr anspruchsvoll.

Die beiden Brüder wollen auch nächstes Jahr wieder dabei sein. «Da ich jetzt weitergekommen bin, hoffe ich, dass sie sich an mich erinnern und wir wieder mitmachen können», sagt Michael. Dem Gewinner von «Ninja Warrior» winken 200'000 Euro Siegerprämie. Und so trifft man ihn auch im kommenden Jahr wieder fleissig auf den St.Galler Street Workout Plätzen an, wo er noch besser werden will.

Fabienne Engbers
Quelle: enf
veröffentlicht: 21. September 2017 08:19
aktualisiert: 21. September 2017 12:16