Topzeit und Platz 4 für Selina Büchel

6. Februar 2019, 21:33 Uhr
Selina Büchel im letzten August bei ihrem 800-m-Rennen bei Weltklasse Zürich
Selina Büchel im letzten August bei ihrem 800-m-Rennen bei Weltklasse Zürich
© KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT
Selina Büchel überzeugt beim Hallenmeeting im polnischen Torun. Die zweifache Hallen-Europameisterin läuft über 800 m in 2:00,98 Minuten die drittbeste Indoor-Zeit ihrer Karriere und wird Vierte.

Büchel stellte auf überzeugende Art und Weise unter Beweis, dass ihre Form im Hinblick auf die Hallen-Europameisterschaft von Anfang März in Glasgow stimmt. Vier Tage, nachdem sie in Magglingen über 600 m eine Schweizer Allzeit-Bestleistung aufgestellt hatte, lief sie in ihrem ersten Saisonrennen über 800 m zum dritten Mal in ihrer Karriere unter 2:01 Minuten. Einzig bei ihrem zweiten EM-Sieg 2017 in Belgrad (2:00,38) und an der Hallen-WM 2014 in Sopot (2:00,93) lief Büchel die vier Bahnrunden noch schneller.

Die 27-jährige Toggenburgerin teilte sich ihre Energie sehr gut ein. Nach dem Start reihte sie sich im hinteren Teil des Feldes ein und lief fast permanent auf der Innenbahn. Sie arbeitete sich Position um Position nach vorne und überholte in der Schlussrunde noch zwei Gegnerinnen. Im Ziel war sie hinter der Britin Laura Muir und der Polin Sofia Ennaoui die drittbeste Europäerin. Ein tolles Resultat für die Läuferin des KTV Bütschwil, die seit dem letzten Herbst von ihrem neuen Trainer Louis Heyer betreut wird. Die Limite für die Hallen-EM (2:05,00) unterbot Büchel um mehr als vier Sekunden.

Die 400-m-Hürden-Europameisterin Lea Sprunger setzt in diesem Winter einmal mehr auf die 400 m. Angereist mit einer Saisonbestzeit von 52,19 Sekunden lief die 28-jährige Waadtländerin in 52,48 auf den 3. Platz. Geschlagen geben musste sie sich nur zwei polnischen Weltklasseläuferinnen. Iga Baumgart-Wigan stellte in 51,91 Sekunden eine Jahres-Weltbestzeit auf, die Europameisterin Justyna Swiety-Ersetic wurde in 52,14 Zweite.

Die Sprinterin Ajla Del Ponte überzeugt seit Ende Januar mit konstanten Leistungen über die 60-m-Distanz. Im Vorlauf wurde die 22-jährige Tessinerin in 7,37 Sekunden gestoppt, im Final steigerte sie sich auf 7,33. Somit ist Del Ponte in ihren bisherigen sechs Saisonrennen stets Zeiten zwischen 7,31 und 7,37 Sekunden gelaufen - sie blieb somit jedes Mal klar unter der Limite für die Hallen-EM.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 6. Februar 2019 21:12
aktualisiert: 6. Februar 2019 21:33