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Ski alpin

Beat Feuz erreicht einen für ihn «unrealistischen Meilenstein»

27. November 2021, 22:52 Uhr
Beat Feuz fährt im ersten Speedrennen des Winters zum 41. Mal im Weltcup auf das Abfahrtspodest und egalisiert den Rekord von Franz Klammer und Peter Müller. Für Feuz ist es eine unrealistische Marke.
Beat Feuz stellt mit Genugtuung fest, dass er auch in diesem Winter vorne mitmischt
© KEYSTONE/AP/Jeff McIntosh

Beat Feuz brauchte im Ziel von Lake Louise keine Gedankenstütze, um sich der Bedeutung bewusst zu sein. Sein 41. Podestplatz in der Abfahrt, die Egalisierung des Rekords der Legenden Klammer und Müller, liess ihn nicht kalt. «Ein cooler, sehr schöner Meilenstein» sei es, befand der 34-jährige Emmentaler – und einer, den er sich vor wenigen Jahren nicht zugetraut hätte. «Für mich ist er ziemlich unrealistisch, weil ich vor vier Jahren noch so weit davon entfernt war. Da hatte ich ja noch nicht einmal die Hälfte davon erreicht.»

Dass er auf Anhieb wieder um den Sieg mitmischen konnte, gibt Feuz ein gutes Gefühl für den weiteren Saisonverlauf. Gezweifelt habe er nach seinen langsamen Trainings nicht, schliesslich sei es auch ein bisschen ein Poker gewesen, sagte Feuz. «Aber in der ersten Abfahrt des Winters zu sehen, dass man weiterhin vorne mitfahren kann, tut gut. Weil selbstverständlich ist es keineswegs, dass das Jahr für Jahr so ist.»

Als Dritter bestätigte Feuz abermals, dass in der Abfahrt auf ihn so viel Verlass ist wie auf keinen Athleten im Fahrerfeld. Dass sich mit Matthias Mayer und Vincent Kriechmayr zwei Österreicher vor ihm klassierten, überraschte ihn indes nicht: «Der eine ist Doppel-Olympiasieger, der andere Doppel-Weltmeister. Die wollen mir die Kristallkugel natürlich um jeden Preis abnehmen und sind bereit, dafür alles zu riskieren.»

Den Rückstand von dreieinhalb Zehnteln auf Sieger Mayer hatte sich Feuz bereits auf den ersten 23 Sekunden eingehandelt. Das überraschte den Schweizer nicht: «Mit der ersten Kurve hatte ich schon in den Trainings Mühe. Und dass ich kein Schnellstarter bin, ist nichts Neues.» Mehr ärgerte er sich über einen Fehler im Mittelteil: «Ich sehe den Fehler eher dort. Diese Passage hätte ich besser fahren können.»

Quelle: sda
veröffentlicht: 27. November 2021 22:45
aktualisiert: 27. November 2021 22:52