Ski Alpin

Kann der Ski-Weltcup Corona trotzen? Sölden wird zum Wegweiser

Linda Aeschlimann, 15. Oktober 2020, 17:15 Uhr
Das Warten für die Ski Alpin-Fans hat ein Ende. Am Samstag und Sonntag finden die ersten Weltcuprennen der Saison statt, wie gewöhnlich in Sölden. Doch das ist praktisch das Einzige, was in diesem Winter im Skizirkus gleich bleibt.

Diesen Samstag geht es los mit der Ski Weltcup-Saison. Wie üblich in Sölden, auf dem Rettenbachgletscher. Nebst dem Austragungsort und dem Kampf um Punkte, ist dies das Einzige, was normal ist. Denn Corona macht auch vor dem Skizirkus nicht halt.

Keine Zuschauer - Keine Party

Kann sich der Skizirkus überhaupt gegen das Coronavirus behaupten? Diese Frage stellen sich aktuell gerade die Athleteninnen und Athleten, die Funktionäre, die Veranstalter und natürlich auch die Fans.

Letztere, also die Fans, müssen sich mit dem Skisport vom Sofa aus begnügen. Die Weltcup-Saisoneröffnung in Sölden findet ohne Zuschauer statt. Wie vermutlich noch einige Rennen mehr in dieser Saison. Dementsprechend fällt die Party an der Rennstrecke und im Zielraum aus.

Strenge Vorschriften

Wo es sonst laut und festlich zu und her geht, wird es also an diesem Wochenende ruhig sein. Für die Rennfahrerinnen und Rennfahrer vermutlich ein komisches Gefühl. Doch das ist bei weitem nicht das Einzige, was in diesen Tagen für die Skistars anders sein wird.

Ein dickes Sicherheitskonzept begleitet den Skizirkus. Unter anderem müssen die Beteiligten Corona-Tests abliefern, die nicht älter als drei Tage sein dürfen.

«Bubble-Bildung»

Dazu werden beim Weltcup-Auftakt vier «Blasen» gebildet. Gemäss skiweltcup.tv werden diese in Farben aufgeteilt: Athleten, Serviceleute und der FIS-Stab sind blau; Mitarbeiter und Personen aus Fremdfirmen sind rot, die Medien sind gelb. Spezielle Gäste, rund 200 an der Zahl, sind grün. So möchte man einen Coronacluster verhindern.

Angriff total

Der Saisonstart in Sölden ist aber nicht nur ein Test für den Ski-Weltcup. Wie üblich ist der Saisonauftakt im Tirol auch der erste Formtest für die Fahrerinnen und Fahrer.

Gut vertreten am Start ist dabei auch, zumindest bei den Männern, das FM1-Land. Unser grösster Riesenslalom-Trumpf ist der Bündner Gino Caviezel. Aber auch Cedric Noger, Thomas Tumler und Daniele Sette möchten ein Wörtchen in dieser Saison mitreden. Diese Männer bilden zusammen mit Marco Odermatt, Loic Meillard, Justin Murisier und Tanguy Nef das Riesenslalom-Team, welches für die Schweiz am Start steht.

Das Aufgebot der Frauen, aus Schweizer Sicht, sieht folgendermassen aus: Michelle Gisin, Lara Gut-Behrami, Andrea Ellenberger, Corinne Suter, Camille Rast und Priska Nufer. Und auch Wendy Holdener ist am Start steht. Das verkündete sie gleich selbst auf Instagram.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 16. Oktober 2020 07:04
aktualisiert: 15. Oktober 2020 17:15