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National League

Leader Gottéron baut Vorsprung aus

20. Oktober 2021, 05:42 Uhr
Fribourg-Gottéron baut seine Leaderposition mit dem 10. Dreipunkte-Gewinn in Folge weiter aus.
Für einmal kein Shutout, aber wieder der Sieger: Fribourgs Reto Berra
© KEYSTONE/ANTHONY ANEX

Nach dem 5:3-Heimerfolg im Derby gegen den SC Bern beträgt der Vorsprung auf das spielfrei gewesene Biel 5 Punkte.

Die ZSC Lions beendeten mit einem Torfestival gegen Genève-Servette (7:5) ihren Tiefflug. Ambri-Piotta machte gegen Lausanne aus einem 0:2-Rückstand einen 3:2-Sieg und stiess damit auf Kosten der Rapperswil-Jona Lakers auf einen direkten Viertelfinal-Platz für die Playoffs vor (6.). Die Lakers unterliegen Lugano mit 1:3.

Top-Debüt von Luganos Hudacek

Libor Hudacek feierte ein imponierendes National-League-Debüt für Lugano. Der Slowakei traf beim 3:1-Sieg der Tessiner nach 0:1-Rückstand bei den Rapperswil-Jona Lakers doppelt und war damit der Matchwinner.

Vier Sekunden vor Spielende beseitigte Mark Arcobello mit einem Abschluss ins leere Tor die letzten Zweifel am Dreipunkte-Gewinn der Gäste.

Die Lakers kassierten die erste Niederlage vor eigenem Publikum nach davor fünf Siegen. Während Lugano nach nur einem vorangegangen Erfolg aus fünf Spielen wieder etwas durchatmen kann, wurden die Lakers nach ihrer starken Phase mit nunmehr zwei Niederlagen in Folge wieder aus den Top 6 der Liga verdrängt. Nach Pluspunkten schloss Lugano in der Rangliste zu den St. Gallern auf und Ambri an den St. Gallern gar vorbei, die auf den 8. Rang zurückfielen.

Lions mit Torfestival aus dem Schlamassel

Die ZSC Lions und Genève-Servette lieferten sich ein spektkakuläres Torfestival. Mit einem 7:5 stoppten die ZSC Lions eine Negativserie nach drei Niederlagen in der Liga. Die Zürcher machten dabei einen 3:5-Rückstand wett.

Bei den Zürchern trafen Stürmer Garrett und Verteidiger Maxim Noreau doppelt. Bei den Gästen ragte Abwehrchef Henrik Tömmernes mit einem Tor und insgesamt vier Skorerpunkten heraus.

Die Lions waren je zweimal in Unter- und Überzahl erfolgreich. Das Siegtor von Roe zum 6:5 erfolgte nach einem Lapsus im Genfer Powerplay. Kurz darauf war auch auch noch ZSC-Captain Patrick Geering in Zürcher Unterzahl erfolgreich. Allerdings handelte es sich dabei um einen Abschluss ins leere Tor.

Die Lions waren im Start- und Schlussdrittel das tonangebende Team und traten mit viel Willen zur Wiedergutmachung auf. Nach dem 1:0 in Überzahl durch Justin Azevedo (4.) besassen die Zürcher zahlreiche weitere Chancen zur Resultaterhöhuhung.

Die Genfer kamen da trotz numerischem Gleichstand kaum mehr aus der eigenen Zone. Doch die fast einzige Ausgleichschance im Startdrittel nutzen die Genfer in einem eigenen Powerplay ebenfalls zum Torerfolg durch Tömmernes.

Ambri diesmal selbst vom 0:2 zum 3:2

Am Samstag verlor Ambri am Samstag in Bern nach einer 2:0-Führung mit 2:3. Am Dienstag machten es die Leventiner andersrum und siegten im Heimspiel gegen Lausanne nach einem 0:2-Rückstand mit 3:2. Ambris Topskorer Inti Pestoni war als Doppeltorschütze der Matchwinner.

Pestoni erzielte das Siegtor acht Minuten vor Spielende. Es war bereits sein neuntes Saisontor. Das Tor des Tages war freilich sein voragegangener 2:2-Ausgleich im Mitteldrittel. Diesen erzielte Pestoni im Powerplay mittels Kunstschuss aus spitzem Winkel. Die Leventiner, die mit der ineffizientesten Überzahlteam-Bilanz der Liga in die Partie gegangen waren, nutzten für einmal gleich ihr erstes Powerplay der Partie aus.

Auch die erste Überzahl von Lausanne hatte im Startdrittel zur 1:0-Führung für die Gäste durch Guillaume Maillard geführt. Ken Jäger erhöhte dann im Mitteldrittel auf 2:0 für Lausanne. Es war das dritte Tor des 23-jährigen Centers in der obersten Spieklasse und das zweite in der laufenden Saison. Am Ende setzte sich Ambri aber verdientermassen nach neun Niederlagen in Folge gegen Lausanne erstmals wieder gegen die Waadtländer durch.

Resultate: ZSC Lions - Genève-Servette 7:5 (1:1, 3:4, 3:0). Rapperswil-Jona Lakers - Lugano 1:3 (1:1, 0:1, 0:1). Fribourg-Gottéron - Bern 5:3 (1:1, 0:2, 4:0). Ambri-Piotta - Lausanne 3:2 (0:1, 2:1, 1:0).

Rangliste: 1. Fribourg-Gottéron 16/38. 2. Biel 16/33. 3. Davos 14/28. 4. ZSC Lions 15/26. 5. Zug 13/25. 6. Ambri-Piotta 15/24. 7. Rapperswil-Jona Lakers 15/22. 8. Lugano 16/22. 9. SCL Tigers 16/18. 10. Lausanne 14/17. 11. Bern 15/17. 12. Genève-Servette 15/12. 13. Ajoie 14/9.

ZSC Lions - Genève-Servette 7:5 (1:1, 3:4, 3:0)

7187 Zuschauer. - SR Tscherrig/Kaukokari (FIN), Gnemmi/Stalder. - Tore: 4. Azevedo (Krüger/Powerplaytor) 1:0. 18. Tömmernes (Vatanen, Filppula/Powerplaytor) 1:1. 22. (21:31) Roe (Noreau/Powerplaytor) 2:1. 23. (22:42) Miranda (Vatanen, Tömmernes) 2:2. 25. Winnik (Tömmernes, Vatanen/Powerplaytor) 2:3. 29. (28:19) Noreau (Schäppi, Sopa) 3:3. 30. (29:24) Vermin (Unterzahltor!) 3:4. 33. Moy (Jooris, Tömmernes) 3:5. 35. Schäppi 4:5. 50. Noreau (Hollenstein) 5:5. 57. Roe (Unterzahltor!) 6:5. 60. (59:40) Geering (Unterzahltor!) 7:5 (ins leere Tor). - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen ZSC Lions, 3mal 2 Minuten gegen Genève-Servette. - PostFinance-Topskorer: Hollenstein; Tömmernes.

ZSC Lions: Flüeler (33. Waeber); Weber, Geering; Noreau, Marti; Trutmann, Phil Baltisberger; Guebey; Chris Baltisberger, Roe, Andrighetto; Pedretti, Malgin, Hollenstein; Azevedo, Krüger, Quenneville; Sopa, Schäppi, Diem; Aeschlimann.

Genève-Servette: Descloux; Vatanen, Tömmernes; Jacquemet, Le Coultre; Karrer, Maurer; Smons; Rod, Filppula, Winnik; Moy, Jooris, Vermin; Völlmin, Smirnovs, Vouillamoz; Riat, Berthon, Patry; Miranda.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Bodenmann, Morant, Riedi und Sigrist (alle verletzt), Genève-Servette ohne Antonietti, Mercier, Pouliot, Richard und Tanner (alle verletzt). Genève-Servette von 58:27 bis 59:40 ohne Torhüter.

Rapperswil-Jona Lakers - Lugano 1:3 (1:1, 0:1, 0:1)

3021 Zuschauer. - SR Lemelin/Hürlimann, Schlegel/Kehrli. - Tore: 4. (3:56) Djuse (Cervenka, Albrecht/Powerplaytor) 1:0. 5. (4:24) Hudacek (Arcobello, Boedker) 1:1. 37. Hudacek (Nodari, Müller) 1:2. 60. (59:56) Arcobello 1:3 (ins leere Tor). - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers, 4mal 2 Minuten gegen Lugano. - PostFinance-Topskorer: Cervenka; Fazzini.

Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Baragano, Djuse; Vouardoux, Profico; Jelovac, Maier; Aebischer, Sataric; Zangger, Albrecht, Lammer; Cervenka, Rowe, Eggenberger; Wick, Dünner, Neukom; Wetter, Mitchell, Brüschweiler.

Lugano: Fatton; Alatalo, Riva; Nodari, Müller; Chiesa, Guerra; Wolf; Hudacek, Arcobello, Boedker; Fazzini, Thürkauf, Josephs; Bertaggia, Herburger, Morini; Vedova, Walker, Stoffel; Traber.

Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Lehmann und Moses (beide verletzt), Lugano ohne Carr, Loeffel, Schlegel (alle verletzt) und Irving (überzähliger Ausländer). Rapperswil-Jona Lakers von 58:37 bis 59:56 ohne Torhüter.

Ambri-Piotta - Lausanne 3:2 (0:1, 2:1, 1:0)

5631 Zuschauer. - SR Stolc/Dipietro, Fuchs/Duarte. - Tore: 5. Maillard (Barberio) 0:1. 25. Jäger (Frick) 0:2. 28. Burren (Regin, McMillan) 1:2. 31. Pestoni (Zwerger/Powerplaytor) 2:2. 52. Pestoni (Zwerger, Grassi) 3:2. - Strafen: je 3mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Pestoni; Bertschy.

Ambri-Piotta: Ciaccio; Fora, Isacco Dotti; Hietanen, Burren; Fohrler, Zaccheo Dotti; Hächler, Fischer; Trisconi, D'Agostini, McMillan; Bürgler, Heim, Kneubuehler; Pestoni, Grassi, Zwerger; Dal Pian, Regin, Bianchi.

Lausanne: Stephan; Heldner, Frick; Glauser, Gernat; Barberio, Genazzi; Marti; Frolik, Bertschy, Kenins; Bozon, Jäger, Sekac; Douay, Maillard, Baumgartner; Holdener, Krakauskas, Arnold.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Kostner (verletzt) und Kozun (krank). Lausanne von 59:07 bis 59:43 und ab 59:47 ohne Torhüter.

Quelle: sda
veröffentlicht: 19. Oktober 2021 23:25
aktualisiert: 20. Oktober 2021 05:42