Skispringen

Peier verpasst Top Ten knapp

23. Dezember 2019, 07:17 Uhr
Abschied aus Engelberg mit einer Enttäuschung: Simon Ammann scheiterte im ersten Durchgang klar
© KEYSTONE/AW
Auch im zweiten Weltcup-Springen in Engelberg verpassen die Schweizer einen Top-Ten-Platz. Teamleader Killian Peier verbessert sich aber im zweiten Durchgang vom 21. auf den 11. Platz.

Der WM-Dritte verpasste damit die ersten zehn nur um knapp zwei Punkte. «Es ist ok», zog der der 24-jährige Waadtländer eine zufriedenstellende Bilanz des Heim-Wochenendes. «Der zweite Sprung war nahe an meinem Ziel, doch es gibt noch mehr Potenzial.» Verbesserungsmöglichkeiten sieht Peier vor allem noch im Anlauf. «Ich hatte am ganzen Wochenende etwa Schwierigkeiten mit dem Schwerpunkt. Das führt dazu, dass ich die Energie nicht ganz wie gewünscht in den Absprung bringen kann.»

Den Schweizern gelang bei schwierigen Bedingungen mit Regen und Rückenwind ein sehr gutes Mannschaftsresultat. Neben Peier gewannen mit Gregor Deschwanden (20.), Andreas Schuler (26.) und Dominik Peter (29.) drei weitere Swiss-Ski-Springer Punkte. Für den Luzerner Deschwanden waren es die ersten seit über einem Jahr und das beste Ergebnis seit einem 7. Platz im Dezember 2017 in Nischni Tagil. Der Einsiedler Schuler war im Weltcup noch gar nie besser.

Ammann Letzter

Nicht zu den zufriedenen Schweizern gehörte Simon Ammann. Dem vierfachen Olympiasieger missglückte der Absprung bei allerdings sehr schlechten Verhältnissen völlig, so dass mit 85,5 m nur der 63. und letzte Platz resultierte. Der Ärger war dem vierfachen Olympiasieger deutlich anzusehen.

«Bei den Bedingungen hast du keine Chance. Da musst du eigentlich gar nicht springen.» Offensichtlich hatte der 38-jährige Toggenburger dabei auch wenig Lust, mit letztem Einsatz noch ein paar Meter mehr und damit ein besseres Resultat herauszuschinden. Die Motivation war bei Regen und Rückenwind trotz Heimpublikum offensichtlich nicht sehr gross. Ganz anders als am Samstag, als Ammann im ersten Durchgang auf 135,5 m sprang und danach strahlend die Faust in die Höhe reckte.

Im Hinblick auf die nächste Woche beginnende Vierschanzentournee seiner Topform immer näher kommt Ryoyu Kobayashi. Der japanische Tournee-Titelverteidiger sprang im zweiten Durchgang vom 7. auf den 1. Platz nach vorne und übernahm mit seinem 15. Weltcupsieg die Führung in der Gesamtwertung.

Quelle: sda
veröffentlicht: 22. Dezember 2019 19:05
aktualisiert: 23. Dezember 2019 07:17