Staubern-Bahn trotz Absturz für Preis nominiert

In der bergwärts fahrenden Gondel befanden sich mehrere Personen, sie mussten geborgen werden. Die talwärts fahrende, leere Gondel stürzte ab. Verletzt wurde niemand.
In der bergwärts fahrenden Gondel befanden sich mehrere Personen, sie mussten geborgen werden. Die talwärts fahrende, leere Gondel stürzte ab. Verletzt wurde niemand. © TVO
Vor einer Woche stürzte eine Kabine der Staubern-Frümsen-Bahn ab. Dabei mussten acht Passagiere in Sicherheit gebracht werden. Nun ist genau diese Bahn für einen Schweizer Tourismuspreis nominiert.

Die Staubern-Bahn, die erste solarbetriebene Gondelbahn der Welt, wurde erst im April dieses Jahres feierlich eingeweiht. Die Innovation des Bahnbetreibers Daniel Lüchinger und die nachhaltige Technologie der Bahn überzeugt auch das Team von «Milestone», einer der renommiertesten Tourismuspreise der Schweiz. Aus 68 eingereichten Projekten schaffte es die Bahn unter die acht Nominierten für den Hauptpreis. Vor knapp einer Woche dann die Schockmeldung: Eine leere Gondel der Bahn stürzte ab. Verletzt wurde niemand.

Absturz spielt bei der Vergabe des Preises keine Rolle

Am Dienstagnachmittag hielten die Verantwortlichen des Tourismspreises «Milestone» eine Sitzung zum Thema ab. Der Absturz der Gondel (FM1Today berichtete) habe aber keinen Einfluss auf die Nominierung der Solar-Bahn, sagt Geschäftsführerin Anja Peverelli: «An dieser Nominierung wird weiterhin festgehalten. Bei ‹Milestone› geht es um den Innovationsgehalt und um das eingereichte Projekt.» Eingereicht worden sei schliesslich eine solarbetriebene Seilbahn. Das habe in diesem Sinne nichts mit dem Absturz zu tun, sagt Peverelli.

Der Beitrag von TVO

Ein schwacher Trost – aber ein Trost

«Ich hoffe nicht, dass sich das negativ auf die Vergabe des Preises auswirkt», sagt Bahn-Betreiber Daniel Lüchinger. Der Vorfall täte nichts zur Sache. «Je nach dem, was bei der Untersuchung dieses Missgeschicks herausschaut, könnte sich eine wunderbare Verbesserung einstellen.» Der Absturz seiner Seilbahn hat Lüchinger zugesetzt. Noch immer ist unklar, wie es soweit kommen konnte. Dass die Bahn noch immer im Rennen um den Tourismuspreis ist, tröstet zwar nur bedingt, lässt den Seilbahn-Pionier aber auch wieder ein wenig hoffen: «Mal schauen, was die Jury meint. Wir nehmen es sportlich.»

(saz/tle)


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