Umsteigen war gestern

Die Appenzellerbahn fährt neu von Troggen direkt nach Appenzell.
Die Appenzellerbahn fährt neu von Troggen direkt nach Appenzell. © Urs Bucher/TAGBLATT
Die Appenzellerbahnen fahren neu von Trogen direkt nach Appenzell. Nach drei Jahren Bauzeit wurde die neue Linie heute zum Fahrplanwechsel in Betrieb genommen. Die Verantwortlichen sind erleichtert, dass alles reibungslos läuft und die Fahrgäste froh, dass sie nicht mehr in St. Gallen umsteigen müssen.

In der Kälte zitternd auf den Zug warten, damit ist für die Fahrgäste der Appenzeller Bahnen Schluss. Heute, Sonntag wurde die Durchmesserlinie in Betrieb genommen. Damit fährt die Appenzellerbahn direkt von Trogen nach Appenzell. Die Passagiere müssen nicht mehr in St. Gallen umsteigen, und die Fahrzeit beträgt fünf Minuten weniger wie bis anhin. Über Mittag verkehren die Züge zudem neu im Viertelstundentakt.

TVO war bei der ersten Fahrt auf der neuen Durchmesserlinie dabei

Drei Jahre dauerten die Bauarbeiten auf dem Schienennetz der Appenzellerbahnen. Bei der ersten Fahrt auf der neuen Linie zeigt sich der Direktor der Appenzellerbahnen, Thomas Baumgartner hochzufrieden. «Es ist eine Erleichterung. Wir haben lange auf den heutigen Tag hin gearbeitet und er ist gelungen.»

Die Einführung der Durchmesserlinie ist das neueste Kapitel in der Modernisierung der Appenzellerbahnen. Dieses Jahr wurde bereits der umgebaute Ruckhaldentunnel eröffnet, und die neuen Tango-Züge in Betrieb genommen. Neuerungen, die bei den Fahrgästen ankommen. «Man muss nicht mehr umsteigen, es ist alles weniger kompliziert. Das finde ich gut.», heisst es am Sonntag bei der Eröffnung der Durchmesserlinie etwa. Oder: «Ich freue mich, dass es schneller nach Appenzell geht.»

Auch wenn die Jungfernfahrt auf der neuen Linie reibungslos verlaufen ist, die kommenden Wochen und Monate gibt es für die Appenzellerbahnen noch einiges zu tun. Es geht nun an die Feinabstimmungen. «Das kann bei der Bereitstellung des Rollmaterials sein, beim Kundeninformationsystem und so weiter. Was es alles noch zu tun gibt, sehen wir erst in den nächsten Tagen», sagt Thomas Baumgartner.

(red.)

 


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