Die besten Kurzfilme der Ostschweiz

Stefanie Rohner, 4. Dezember 2017, 07:03 Uhr
Im Palace St.Gallen wurden am Sonntag junge Filmtalente ausgezeichnet. In den Kategorien U20, Ü20 und Musikclips gab es 28 Kurzfilme zu sehen. Die Gewinnerinnen und Gewinner erhielten Preise im Gesamtwert von 9000 Franken.

Das Palace war fast bis auf den letzten Platz voll. In den drei verschiedenen Kategorien wurden 28 Kurzfilme gezeigt. Von düster über sozialkritisch bis hin zu humorvoll war alles dabei. Der Kreativität schien kein Ende gesetzt zu sein.

Eine vierköpfige Jury, bestehend aus  Filmemacher Thomas Karrer,  Kameramann Martin Rickenmann, Filmwissenschaftlerin Eleonora Farinello und Trickfilmer Simon Oberli, entschied, wer den ersten Platz in der jeweiligen Kategorie belegen soll.

«Die Stimmung könnte besser nicht sein und die Filme sind sehr abwechslungsreich. Das technische Niveau wird von Jahr zu Jahr stärker», sagt Lukas Hofstetter, Organisator des Ostschweizer Kurzfilmwettbewerbs. Er sagt, jedes Jahr gäbe es eine spannende Brandbreite an Themen, weswegen Vergleiche immer schwierig seien.

Bewertet wurden verschiedene Faktoren. Einerseits spielt Storytelling eine grosse Rolle, aber auch die Kameraführung und die Umsetzung einer Idee. Innovationen sind gefragt. Der Jury fiel es nicht leicht, eine Entscheidung zu treffen. Es seien viele Diskussionen geführt worden, bis die Gewinnerinnen und Gewinner feststanden.

In der Kategorie U20 gewann der Film Malmö von Lucas Ackermann. Ein Kurzfilm, der in den Bann zieht - einerseits wegen der Stimme, die durch den Film begleitet, anderseits ob der kreativen und visuellen Umsetzung.

https://vimeo.com/236999746

Der zweite Platz in dieser Kategorie ging an Leo Graf mit seinem Werk 6:21. Man befürchtet jedenfalls das Schlimmste, traut man dem Beginn des Films. Blut scheint allgegenwärtig, es scheint, als sei ein Verbrechen passiert. Doch es handelt sich um einen ganz normalen Montag. Wie Montage halt so sind.

Es folgte die Kategorie der über 20-Jährigen. Man versteht die Jury, wenn sie sagt, es sei schwer festzulegen, wer nun gewinnen soll. Von animierten Kurzfilmen, über lustige folgten auch ernste, die ein wichtiges Thema anschnitten. So auch im Film von Samantha Zaugg, die einen Flüchtling auf seiner Reise begleitet hat. Das geht unter die Haut. Für den ersten Platz hat es dann aber nicht gereicht, der Kurzfilm belegte aber den wunderbaren zweiten Platz.

Linus Stiefel erhielt in der Ü20 Kategorie den ersten Platz für seinen Kurzfilm «Der Aufstand der Verdammten». Ein animierter, humorvoller Film, der die Jury überzeugen konnte.

https://vimeo.com/201936228

Auch die Musik darf nicht aussen vor gelassen werden. Es gibt viele aufwendig und schön produzierten Musik-Clips, die an diesem Abend ebenso gewürdigt wurden. Unter den neun Nominierten konnte es auch nur einen Gewinner - sowie zweit- und drittplatzierte - geben. Mama Jefferson gewannen mit ihrem Musik-Clip Liquor, Liquor.

Zweitplatzierter war der Musiker Crimer mit seinem Song «Badface». Die Freude über den zweiten Rang dürfte fast so gross sein, wie jene der Sieger. Eines ist jedenfalls klar: Alle haben ihre ganze Leidenschaft und ihr Können in die Kurzfilme gesteckt. Wer ebenfalls mitwirken will, kann seine Kurzfilme ab Anfang 2018 unter www.filmwettbewerb.ch einreichen. Einsendeschluss ist der Herbst 2018.

(str)

 

Stefanie Rohner
veröffentlicht: 4. Dezember 2017 06:24
aktualisiert: 4. Dezember 2017 07:03