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Schweizerinnen mögen dominanten Sex

Laurien Gschwend, 6. Februar 2018, 18:01 Uhr
Am Donnerstag kommt der letzte Teil von «50 Shades of Grey» in die Kinos. Bei Schweizerinnen wird der Film gut ankommen: Sie stehen gemäss einem Datingportal auf Fesselspiele - mehr als Deutsche.

Beim Datingportal «C-Date» geben 33 Prozent der Schweizer Userinnen an, auf «dominanten/devoten» Sex zu stehen. Bei den Männern sind es gemäss einer Mitteilung nur 19 Prozent. Auch Rollenspiele und Fetische sind eher Frauensache: Jeweils 31 und 21 Prozent der Kundinnen aus der Schweiz stehen darauf, bei den Männern sind es 22 beziehungsweise 15 Prozent. Zum Vergleich: Von den deutschen «C-Date»-Userinnen stehen nur 19 Prozent auf das Spiel mit Dominanz und Unterwerfung, dazu 22 Prozent der Männer.

«Frauen wollen Sicherheit und Führung»

Die Sexualforscherin Andrea Burri erklärt den Sextrend: Dank gesellschaftlichen Veränderungen sei es für Frauen zwar möglich, neue Formen der Sexualität zu entwickeln und sich zu nehmen, was sie wollen. Das reiche aber nicht aus, sich gegen das Jahrtausende alte instinktive Verhalten durchzusetzen. «Der Wunsch nach Sicherheit und Führung ist etwas, das evolutionsbiologisch sehr tief in Frauen verankert ist.»

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Die Lust auf Schmerz sei neurobiologisch zu erklären, sagt Burri: «Neuere Studien zeigen, dass es beträchtliche Überlappungen gibt bei den Hirnaktivierungen von Schmerz und Genuss.» Beim Empfinden von Schmerz komme es zur Ausschüttung von chemischen Botenstoffen, die zu einer Art ekstatischem Zustand führen können.

Dominanz im Eheleben

Die «Shades of Grey»-Trilogie handelt von einem reichen Mann mit der Vorliebe dafür, seine Sexpartnerinnen, darunter die unerfahrene Studentin Anastasia Steele, zu dominieren. 100 Millionen Buchexemplare wurden bislang verkauft; die ersten beiden Kinofilme brachten 568 Millionen US-Dollar ein. In «50 Shades of Grey - Befreite Lust», dem dritten und letzten Teil, zeigen Christian Grey und seine Anastasia, wie es ist, als Ehepaar der Vorliebe für Peitschen und Handschellen zu frönen.

Laurien Gschwend
Quelle: pd/red.
veröffentlicht: 6. Februar 2018 18:01
aktualisiert: 6. Februar 2018 18:01