Den Ex zum Austrittsgespräch geladen

René Rödiger, 4. Oktober 2018, 11:55 Uhr
Eine Trennung kann man auch wissenschaftlich analysieren. Das macht zumindest Katie. Sie schickt ihren Dates und Langzeitbeziehungen nach der Trennung einen Fragebogen – und wird dafür gefeiert.
Eine Trennung kann man offenbar auch konstruktiv gestalten.
© iStock

Trennungen können hässlich sein. In der Regel bleibt mindestens eine Person verletzt zurück. Nein, es gibt kaum jemanden, der sich gerne trennt. Jedes Beziehungs-Aus ist mehr Ende als Neuanfang.

Nicht so bei Katie. Sie hat sich für einen logischen Ansatz entschieden und will von ihren Verflossenen wissen, wieso es zur Trennung kam. Wann immer es soweit ist, schickt sie dem Ex einen Fragebogen. Hier bekommt sie - hoffentlich - konstruktives Feedback und Tipps, wie es vielleicht beim nächsten Mal besser klappt.

Katies Freundin Abby hat diesen «Austrittsgespräch»-Fragebogen auf Twitter geteilt.

Katie will wissen:

  • Was war mein Fehler?
  • Was war dein Fehler?
  • An welchem Punkt wusstest du, dass diese Beziehung nicht funktioniert?
  • Was hätte ich machen können, damit das Erlebnis für dich besser gewesen wäre?
  • Würdest du mich einem Freund empfehlen? Falls ja, schreibe hier die Telefonnummern hin.
  • Würdest du gerne auf meiner Mailingliste bleiben, falls ich mich anders entscheide oder sich eine neue Position auftut?

Den Fragebogen schliesst sie damit, dass man gerne noch weiteres Feedback hinterlassen solle, schliesslich «kann Katie nicht ewig alleine bleiben».

Für ihren Ansatz bekommt Katie viel Lob auf Twitter. Jemand schreibt: «Endlich hat Dating die Struktur und Bürokratie, die es schon lange verdient.» Oder: «Entscheidungen soll man immer mit Daten unterlegen.»

Weitere Frauen sind so angetan von der Idee, dass sie selbst auch einen Fragebogen machen wollen.

René Rödiger
Quelle: rr
veröffentlicht: 4. Oktober 2018 11:55
aktualisiert: 4. Oktober 2018 11:55
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