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Merkel über Mode, Mutter und Mann

Erika Pál, 2. Oktober 2015, 11:54 Uhr
Bundeskanzlerin Angela Merkel wählt die wechselnden Farben ihrer Blazer nach Lust und Zufall. Sie lässt sich von ihrer Mutter in Sachen Familie auf dem Laufenden halten und hat in Gegenwart von Putins Hund «eine gewisse Sorge» empfunden, wie sie verraten hat.
Obwohl Wladimir Putin wusste, dass Angela Merkel unwohl ist in der Nähe von Hunden, hat er sie 2007 zusammen mit seinen Kläffer empfangen (Archiv).
© /AP PRESIDENTIAL PRESS SERVICE/ITAR-TASS

Die genaue Anzahl ihrer Blazer kenne sie nicht, sagte die deutsche Regierungschefin der «Süddeutschen». Zur Farbauswahl erklärt sie: «Es gibt Anlässe, da muss ich dunkle Farben tragen; dann gibt es manchmal Hinweise, dass man vor einem weissen Hintergrund stehen wird, da muss es nicht der helle Blazer sein. Und manchmal habe ich spontan Lust, etwas leuchtend Farbiges anzuziehen.» Oft sei gar keine Zeit, sich damit lange zu befassen, dann sei die Farbe «reines Zufallsprodukt».

Was das Verhältnis zu ihrer Mutter Herlind Kasner angeht, sagte Merkel: «Wir telefonieren regelmässig und sehen uns zu wenig.» Die 87-Jährige nehme «sehr Anteil» an ihrem Tagesablauf, lese Zeitung, höre Radio, lege aber auch Wert drauf, nicht die ganze Zeit über Politik zu reden. «Sie erzählt mir dann von Verwandten, Bekannten, Freunden, damit ich nicht abgekoppelt bin von all diesen normalen Familien-Informationen.»

Zu einem Foto mit ihrem Mann Joachim Sauer in den USA sagte Merkel: «Manchmal werde ich gefragt, wer entscheidet, wann mein Mann mitkommt und wann nicht. Die Antwort ist: Mein Mann entscheidet das.» Nach wie vor empfänden sie und ihr Mann «eine Faszination für Amerika, für die Weite des Landes, die optimistische Grundhaltung vieler Menschen dort».

Zu einem berühmten Bild mit Hund und Wladimir Putin von 2007 sagte Merkel, dass sie keine Angst vor Hunden, aber «eine gewisse Sorge» habe, seit sie mal gebissen worden sei: «Obwohl, wie ich glaube, der russische Präsident genau wusste, dass ich nicht gerade begierig darauf war, seinen Hund zu begrüssen, brachte er ihn mit. Aber so war es nun mal. Und man sieht ja, wie ich mich tapfer bemühe, Richtung Putin zu gucken und nicht Richtung Hund.»

Erika Pál
Quelle: SDA
veröffentlicht: 2. Oktober 2015 11:47
aktualisiert: 2. Oktober 2015 11:54