Coronavirus

Umzüge an Luzerner Fasnacht 2021 abgesagt

16. September 2020, 11:14 Uhr
Die beiden grossen Umzüge der Luzerner Fasnacht finden wegen der Coronapandemie 2021 nicht statt. (Archivbild)
© KEYSTONE/URS FLUEELER
Die beiden grossen Umzüge der Luzerner Fasnacht 2021 finden wegen der Coronapandemie nicht statt. Das Luzerner Fasnachtskomitee (LFK) hat den Fritschiumzug vom Schmutzigen Donnerstag und den Weyumzug abgesagt, die jeweils zehntausende Fasnächtler anlockten.

«Unser Fasnächtlerherz blutet», sagte LFK-Medienchef Peti Federer am Mittwoch vor den Medien. Doch angesichts des Virus wäre nicht die gleiche Ausgelassenheit möglich. Und man sei nicht der Meinung, dass sich die Covid-19-Situation Anfang 2021 gravierend verändern werde.

Auch der Fasnachtsmarkt und die Usgüüglete seien abgesagt, sagte LFK-Präsident Dani Abächerli. Damit finden die vier grossen Anlässe des Komitees nicht statt.

Sie hätten schon lange gewusst, dass die Umzüge in der ursprünglichen Form nicht möglich seien. Nun habe man frühzeitig informiert, da die Umzugsgruppen mehr Vorlaufzeit brauchen. Das LFK habe auch eine gewisse Vorbildfunktion und sei in jüngster Zeit von verschiedenen Organisatoren angefragt worden, wie man in Luzern mit den Umzügen umzugehen gedenke.

«Nicht die Fasnacht abgesagt»

Abächerli betonte, dass damit nicht etwa die Luzerner Fasnacht abgesagt sei. Maskenkurse wolle das LFK unter Einhaltung eines Schutzkonzeptes durchführen. Weitere Aktivitäten seien in Planung. Auch könne er nicht für die Organisatoren der beiden Tagwachen oder des Monsterkorsos sprechen.

Zum Auftakt der Fasnacht am Schmutzigen Donnerstag, der 2021 auf den 11. Februar fällt, treffen sich jeweils über 10'000 Personen zur Tagwache der Zunft zu Safran. Etwas weniger Frühaufsteher folgen am Güdismontag dem Ruf der Wey-Zunft zur zweiten Tagwache.

Er sehe die Möglichkeit für eine Fasnacht schon, sagte Abächerli, einfach nicht in Form der Strassenfasnacht. Anderseits sei die Fasnacht laut der Stadt Luzern nicht bewilligungspflichtig. Um sie mit einem Ausgehverbot zu unterbinden, müsste der Kanton aktiv werden.

Quelle: sda
veröffentlicht: 16. September 2020 11:00
aktualisiert: 16. September 2020 11:14