Beobachter können Ankunft von Zugvögel melden

5. März 2019, 16:15 Uhr
Weissstörche kommen zurück nach dem Winter im Süden. (Archivbild)
Weissstörche kommen zurück nach dem Winter im Süden. (Archivbild)
© KEYSTONE/STEFFEN SCHMIDT
Mit dem Frühling kommen auch die Zugvögel zurück ins Land. Die Organisation BirdLife Schweiz ruft dazu auf, die Sichtung von sechs Arten online zu registrieren. Dies soll die Neugierde für die Natur wecken und wissenschaftliche Aussagen über den Vogelzug ermöglichen.

Gesucht werden Weissstörche, Rauchschwalben, Uferschwalben, Kuckuck, Mauersegler und der seltene Bienenfresser, wie BirdLife am Dienstag mitteilte. Die Bevölkerung ist aufgerufen, die jeweils ersten Beobachtungen auf der Webseite der Aktion Spring Alive zu erfassen.

Beobachter können dort online eintragen, wann und wo sie dieses Jahr ihre ersten Exemplare der jeweiligen Art gesehen haben. Die gesuchten Vogelarten können mit Hilfe der auf der Internetseite bereitgestellten Dokumentation leicht bestimmt werden. Bereits gesichtet wurden hierzulande fünf Weissstörche und ein sogar ein Kuckuck, der laut BirdLife zusammen mit Mauersegler und Uferschwalbe erst im April erwartet wird.

Bei den Spring-Alive-Arten liegen die Winterquartiere meist in Afrika südlich der Sahara. Entsprechend müssen sie die rund 2500 Kilometer breite Sahara und danach das Mittelmeer überqueren. Der Zugweg birgt viele Gefahren. Die Zugvögel finden immer weniger intakte Rastgebiete auf ihren Routen. Weissstörche etwa werden oft Stromschlagopfer an Freileitungen.

Das europäisch-afrikanische Projekt hat zum Ziel, die Neugierde der Kinder und Erwachsenen an der Natur zu wecken und sie für deren Schutz zu sensibilisieren. Daneben birgt es auch eine wissenschaftliche Komponente: Das Sammeln der Daten über einen langen Zeitraum soll Aussagen über den Vogelzug erlauben. Und es soll die Frage klären, ob sich die Ankunftsdaten der Vögel in Zusammenhang mit der Klimaerwärmung verschieben.

50 Länder nehmen an der Zählung teil. Das Projekt nahm seinen Anfang 1987 in Bayern. 2006 übernahm es BirdLife International für Europa. 2010 wurde auch Afrika mit der Beobachtung der Rückkehr im Herbst ins Projekt einbezogen.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 5. März 2019 15:56
aktualisiert: 5. März 2019 16:15