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Das Knigge-Buch für Kiffer ist da

Nina Müller, 30. März 2019, 11:50 Uhr
Auch anständig kiffen will gelernt sein. Deshalb hat Lizzie Post ein Knigge-Buch für Kiffer veröffentlicht. Was dem Werk direkt noch mehr Knigge-Credibility verleiht: Die Autorin von «Higher Etiquette» ist die Ur-Ur-Enkelin von Emily Post. Sie hat im Jahr 1922 den amerikanischen Knigge-Guide «Etiquette» geschrieben.
Keystone

Kiffer müssen mit vielen Klischees leben. Alle sind total verwirrt, sie vergessen alles und sämtliche Gepflogenheiten werden im bekifften Zustand über den Haufen geworfen. Ausserdem sind sie immer «schludrig» angezogen.

Damit ist nun Schluss, denn die Ur-Ur-Enkelin der Knigge-Verfasserin hat das Buch «Higher Etiquette» auf den Markt gebracht. Im Buch erklärt Lizzie Post allen geneigten Lesern, welche Marihuana-Manieren beim Konsum der süssen Zigarette zu beachten sind.

Lizzie Post (Bild: Twitter/LizzieAPost)

 

Die vier Prinzipien der Cannabis-Etikette

In ihrem Buch schreibt sie unter anderem über die vier Prinzipien der Cannabis-Etikette: Respekt, Grosszügigkeit, Dankbarkeit und Teilen.

Zum Beispiel ist eine Beerdigung kein geeigneter Ort fürs Kiffen, weil der Konsum von Cannabis Lachanfälle auslösen kann. Das wäre nicht wirklich angebracht. Man sollte auch keinen Joint mit Freunden teilen, wenn man krank ist.

Nicht nur Ratgeber sondern auch Erklärbuch

Sie erläutert, wem der erste Zug eines Joints zusteht, wie viel mal man in einer Kifferrunde am Joint ziehen darf und ob man den Bong eines anderen verwenden darf. Das Buch ist aber nicht nur ein Ratgeber, Post erklärt darin auch Begriffe wie «420».

Der nicht ganz ernst gemeinte Ratgeber soll vor allem helfen, mit den Klischees über Kiffer zu brechen. Wie bereits für ihre Ur-Ur-Grossmutter sei Knigge für sie vor allem eines: respektvolles Miteinander, sagt Lizzie Post in einem Interview mit jetzt.de.

Zum Schluss gibt es noch einen Tipp von Lizzie für fortgeschrittene (Cannabis-)Gastgeber:

Wasserschälchen auf den Tischen verteilen. Es gilt schon lange als Tabu, bei Tisch zu spucken, in irgendeiner Form Speichel ins Spiel zu bringen, die Zunge rauszustrecken oder etwa mit dem Finger die Zunge zu berühren. Bei einem Beisammensein von Kiffern lässt sich ein gewisse Speichelnutzung kaum vermeiden. Zum einen wird das Pape abgeleckt, damit der Kleber hält. Ausserdem brennen Joints oft unregelmässig ab. Um dies zu verhindern, befeuchtet man mit Speichel die Seite, die schneller brennt. Mit Wasserschälchen umgeht man dieses ganze Spucke-Dilemma.

Nina Müller
Quelle: nm
veröffentlicht: 30. März 2019 11:50
aktualisiert: 30. März 2019 11:50